Image Image Image Image Image

Führungen und Verleihungen

29

Nov 18

100-Jahr-Feier mit Vergabe der Heinrich-Büssing-Preise 2018

Rund 500 Gäste folgen gebannt dem Programm im Großen Haus des Staatstheaters
(alle Fotos des Artikels: Andreas Bormann)

Geschichte – auch die 100-jährige des Hochschulbundes – ist zunächst einmal ein unendlicher Haufen von Ereignissen. Und der kann ziemlich dröge sein, wie manche Schulstunde einen lehrt. Erst ein Erzähler, der Ereignisse auswählt und sie kunstvoll zusammenknüpft, erschafft eine erhellende Geschichte. So kann man es für die 100-Jahr-Feier nur als großes Glück bezeichnen, dass mit Prof. Dr. Joachim Block genau eine solche Person den Rückblick auf die letzten 100 Jahre Braunschweiger Wissenschaftsgeschichte gab. In seinem spannenden Vortrag erfuhren die Gäste, wie mit Unterstützung des Hochschulbundes, viel Geschick und auch einigem Glück Braunschweig zu der erfolgreichen Wissenschaftsregion von heute wurde.

 

Prof. Block führt die Gäste durch 100 bewegte Jahre Wissenschaft und Hochschulbund

Der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der für den kurzfristig verhinderten Ministerpräsidenten eingesprungen war, hob in seiner Festrede die Wichtigkeit des Wissenschaftsstandortes Braunschweig mit seiner hohen Dichte an Forschungseinrichtungen hervor – für das Wohlergehen der Region, aber auch das ganze Land. In seiner Begrüßungsrede hatte BHB-Präsident Dr. Wolf-Michael Schmid die allgemeine Bedeutung von Wissenschaft betont: Gerade in heutigen Zeiten, in denen Meinungen häufig mehr Gewicht hätten als Tatsachen, müsse man stärker auf die Wissenschaft blicken. Der Hochschulbund, der in unserer Region zum Austausch zwischen Meinungen und Wissen beitrage, leiste dabei eine zentrale Rolle.

 

Moderator Prof. Korte im Gespräch mit dem Festredner Kultusminister Tonne

Ein Beispiel für diesen Austausch ist der Heinrich-Büssing-Preis. Der Moderator des Abends Prof. Dr. Martin Korte holte die diesjährigen Preisträger mit ihren Doktorvätern auf die Bühne und führte den Gästen im Interview vor Augen, welche herausragenden Nachwuchswissenschaftler an der TU Braunschweig forschen: Prof. Dr. Marlin Ulmer hat Lernverfahren für Navigationsgeräte entwickelt, mit denen das Durchfahren verkehrsreicher Strecken beschleunigt wird. Dr. Antonia Dannheim hat ein gentechnisches Verfahren entwickelt, um Bestandteile vieler Medikamente kostengünstiger herzustellen zu können. Und Dr. Gunther Wilke hat mathematische Modelle geschaffen, mit denen der Berechnungsaufwand für die Optimierung von Hubschrauber-Rotorblättern gesenkt wird. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld von 5.000 €, eine von der Familie Körber gestiftete Büssing-Büste sowie ein von der Galerie Jaeschke gestiftetes Bild.

 

Doktorvater Prof. Dr. Dirk Mattfeld, Preisträger Prof. Dr. Marlin Ulmer, Kultusminister Grant Hendrik Tonne, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, BHB-Präsident Dr. Wolf-Michael Schmid, Preisträgerin Dr. Antonia Dannheim, Doktorvater Prof. Dr. Rainer Krull, BHB-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Joachim Block, Preisträger Dr. Gunther Wilke, Doktorvater Prof. Dr. Cord-Christian Rossow

Das Programm beschloss TU-Präsidentin Prof. Dr. Kaysser-Pyzalla, die dem Hochschulbund im Namen der TU Braunschweig herzlich für seine Unterstützung dankte. Mit seiner Arbeit mache der Hochschulbund vieles erst möglich, was zu einem Campus gehöre. Ganz im Sinne der verbindenden Funktion des BHB folgte in den festlichen Räumen des Staatstheaters ein Come-together mit vielen guten Gesprächen und neuen Kontakten.

 

Das Come-together im Louis-Spohr-Saal

Für ihre Unterstützung bei der 100-Jahr-Feier danken wir herzlich der Familie Körber sowie


 

 

28

Mai 18

Ein echtes Zentrum der Luft- und Raumfahrtforschung

Der Braunschweiger Forschungsflughafen ist ein echtes Zentrum der Luft- und Raumfahrtforschung – Davon konnten sich die Mitglieder und Deutschlandstipendiatinnen des Hochschulbundes überzeugen, die am 24. Mai an der exklusiven Führung durch das Lilienthalhaus teilnahmen. Zunächst präsentierte Hochschulbund-Vorstandsvorsitzender und DLR-Standortleiter Prof. Joachim Block ihnen das in der Halle des Hauses ausgestellte 1:1-Modell des Philae-Landers, der im Jahr 2014 als erstes menschliches Gefährt auf einem Kometen gelandet war. Der Forschungsflughafen Braunschweig war mit wichtigen Bauteilen wie dem Magnetometer an der spektakulären Mission beteiligt.

 

 

Anschließend stiegen die Gäste in die Sky-Lounge des Hauses. Mit Blick auf die an- und abreisenden Flugzeuge ließ Prof. Block auf unterhaltsame Weise die Geschichte der Luftfahrt in Braunschweig Revue passieren: Institute der TU Braunschweig, Einrichtungen des DLR und das Luftfahrtbundesamt hatten als Keimzelle dafür gesorgt, dass sich am Forschungsflughafen ein hochinnovativer Wissenschaftscluster entwickelte, in dem zurzeit rund 3.000 Beschäftige an der Mobilität der Zukunft arbeiten.

Wie Bankdirektor Carsten Ueberschär und Baumanagement-Leiter René Pflugmacher von der Volksbank BraWo erläuterten, war es der Volksbank beim Bau des Lilienthalhauses wichtig, diesen innovativen Charakter des Standorts widerzuspiegeln: Eine Membranüberdachung aus 0,25 mm dünnen Folien, selbstverdunkelnde Fensterscheiben und eine freistehende Wendeltreppe ergeben das richtige innovative Ambiente für die Mieter des Hauses, die Dienst- und Entwicklungsleistungen im Mobilitätsektor anbieten. Reisende erhalten beim Verlassen des Flughafens zudem einen ersten imposanten Eindruck von Braunschweig geboten.

Für die vielfältige Unterstützung bei der Führung bedanken wir uns herzlich bei
 

19

Nov 17

Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2017

„Und Sie sind nach London gegangen?“ „Ja, das musste ich leider. Es gibt in der biologischen Forschung zu wenige Stellen für junge Doktorinnen“. Es war ein unerwarteter Moment: Gleich würde Dr. Jeanine Rismondo für ihre Dissertation mit dem Heinrich-Büssing-Preis 2017 ausgezeichnet werden und berichtete dennoch von den Nöten als Nachwuchsforscherin. Wissenschaftler kennen das Phänomen: Nur jeder Fünfte der frischen Doktorinnen und Doktoren findet in Deutschland eine Stelle an einer Hochschule. Und das, nachdem sie oder er sich durch eine Promotion gekämpft hat, die nur ein Drittel der Promovenden erfolgreich abschließt.

 

Fotos: Andreas Bormann

Seit 20 Jahren bildet der Heinrich-Büssing-Preis für Nachwuchswissenschaftler ein Licht in diesem Dunkel, imdem er ihnen die große Bedeutung ihrer Mühen zeigt. 74 herausragende Promovenden und Habilitanden der TU Braunschweig ehrten der Hochschulbund und seine Stiftung in diesen Jahren mit dem Preis und einem Preisgeld von über 300.000 €. Die Preisträger des Jahres 2017 hatten Großartiges geleistet: Dr. Jeanine Rismondo legte die Basis, um einen bisher resistenten Krankheitserreger mit Penicillin behandeln zu können, Prof. Martin Hibbeln entwickelte ein Modell zur genaueren Bewertung von Risiken wie Naturkatastrophen und Dr. Daniel Schröder erforschte eine aufladbare Knopfzellen-Batterie, die den Trägern von Hörgeräten große Entlastung verspricht. Im Jubiläumsjahr des Preises fand die Verleihung bei der Öffentlichen Versicherung Braunschweig statt. Als eine der Stifterinnen des Preises bot sie als Gastgeberin einen großartigen Rahmen für die Veranstaltung.

 

 

Rund 160 Gäste waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt VW Digitialisierungschef Johann Jungwirth, der als Festredner des Abends eine Hommage auf die technische Entwicklung und ihre Vorteile für den Menschen hielt.

 

 

Nach einer Vorstellung durch Moderator Dr. Lutz Tantow ging es dann für die Preisträger auf die Bühne: Sie erhielten die Heinrich-Büssing-Preise 2017 mit ein Preisgeld von 5.000 €, einem von der Galerie Jaeschke gestifteten Bild sowie einer von Stephan Körber gestifteten Büssing-Büste.

 

 

Bei einem köstlichen Imbiss endete eine Verleihung, die auch in ihrem Jubiläumsjahr den Preisträgern und Jungwissenschaftlern im Publikum zeigte, wieviel Anerkennung ihre Arbeit genießt und welch große Dankbarkeit man ihnen für ihre Mühen entgegenbringt. So trägt der Preis hoffentlich dazu bei, sie trotz aller schwierigen Momente in der Forschung zu halten.

 

 
Für ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei Herrn Stephan Körber sowie

31

Mai 17

Führung durch die Open Hybrid LabFactory

Viele Köche verderben den Brei – so heißt es. Vielleicht entsteht im Zusammen aber auch erst etwas, das anders ist als der übliche Einheitsbrei. Diesem Gedanken folgt die Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg: In dem Zentrum forschen auf 10.000 m² verschiedene Einrichtungen der öffentlichen Hand gemeinsam mit Unternehmen der Privatwirtschaft an der besseren Herstellung hybrider Leichtbaukomponenten aus Metallen, Kunststoffen und textilen Strukturen. Die TU Braunschweig ist mit mehreren ihrer Institute eingebunden. Markus Kühn vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, der zugleich eine Abteilung in der LabFactory leitet, führte am 15. Mai Mitglieder des Hochschulbundes durch den Forschungsneubau.

 

Foto: OHLF / Detlev Wecke Photodesign

 

Die Mitglieder waren erstaunt, dass die LabFactory in ihrem Inneren an vielen Stellen noch einer Baustelle gleicht, obwohl sie offiziell bereits am 30.06.2016 fertiggestellt wurde. „Das wird auch so bleiben“ erklärte Kühn. In dem Zentrum würden zeitgleich verschiedene Akteure an einer Vielzahl von Themenfeldern aus dem hybriden Leichtbau forschen. Nach Beendigung eines Experiments werde der Platz durch eine andere Forschergruppe genutzt, die meistens andere Geräte brauche. So seien abgesehen von den Großforschungsgeräten wie der 350 Tonnen schweren Hybridspritzgusspresse die Aufbauten ständig im Wandel. Im Namen aller Teilnehmer bedanken wir uns für spannende Einblicke in diese außergewöhnliche und vielfältige Einrichtung.

16

Jan 17

Besuch des BRICS an der TU

Ein Medikament, das gesund macht ohne Nebenwirkungen. Eines, das genau passt – zu mir und meiner Krankheit. Damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird, wurde 2016 der Neubau des „Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology“ (BRICS) eingeweiht. In seinen Laboren untersuchen interdisziplinäre Teams das Verhalten biologischer Systeme und entwickeln theoretische Modelle, um es vorhersagen zu können. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage, Infektionsprozesse im Detail zu verstehen und passgenaue, neue Wirkstoffe dagegen zu entwickeln.

 

 

Am 02. November 2016 öffnete der Sprecher des BRICS, Prof. Dr. Dieter Jahn, die Türen der neuen Forschungseinrichtung und gewährte Mitgliedern des Hochschulbundes außergewöhnliche Einblicke: Ultrahochauflösende Mikroskope, einzigartige Apparaturen zur Genomanalyse und die weltweit führende Datenbank zu Enzymen und Enzym-Liganden waren nur die Highlights des Rundgangs. Mit einem hochinteressanten Vortrag über die Zukunft des BRICS und die Produktion von Medikamenten rundete Prof. Jahn seine Führung ab und entließ die begeisterten Teilnehmer.