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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

23

Dez 19

Sitzungen und Mitgliederversammlung am 19.12.2019

In vorweihnachtlicher Stimmung fanden am 19. Dezember bei Kaffee, Tee und Lebkuchen die Vorstandssitzung, die gemeinsame Präsidiums- und Vorstandssitzung, die Sitzung der Stiftungsorgane und die Mitgliederversammlung mit integrierter Sitzung des Verwaltungsrats statt. In der von Herrn Dr. Schmid geleiteten Mitgliederversammlung wurde die Wiederwahl der Kandidatinnen und Kandidaten für Sitze aus allen Gremien des BHB entschieden. Das Votum fiel in allen Fällen uneingeschränkt positiv aus.

Durch den Verwaltungsrat wiedergewählt wurden: Herr Prof. Dr. Dirk Christian Mattfeld als Vizepräsident, Herr Peter Behrbohm als Vorstandsmitglied und Schatzmeister, Herr Helmut Streiff als Vorstandsmitglied und Herr Arne Koch als Rechnungsprüfer.

Durch die Mitgliederversammlung wiedergewählt wurden die Verwaltungsräte: Frau Dr. Anja Hesse, Herr Heinz-Joachim Westphal, Herr Joachim Blätz, Herr Prof. Dr. Peter Vörsmann, Herr Volker Heemsoth, Herr Daniel Bresser, Herr René Laux, Herr Dieter Geiler und Herr Dr. Udo Kuhlmann.

Zudem wurde Herr Prof. Dr. Joachim Block erneut als Vorsitzender der Stiftung zur Förderung der Wissenschaften an der Carolo-Wilhelmina gewählt.

Das Präsidium, der Vorstand und die Geschäftsstelle wünschen Ihnen besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2020.

06

Nov 19

Heinrich-Büssing-Preisverleihung 2019

BHB-Präsident Dr. Wolf-Michael Schmid, Liza Klenk, Sponsorin und Urgroßnichte Büssings, die Preisträgerinnen Dr. Carolin Vietz und Dr. Stefanie Sohn, Preisträger Dr. Niels Dehio, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla und Sponsor und Galerist Olaf Jaeschke. (Foto: Andreas Bormann)

Für die feierliche Übergabe des Heinrich-Büssing-Preises am 05. November 2019 waren ursprünglich die Räumlichkeiten Volkswagen 1 und 2 im Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig gebucht. Passend zu dem Festredner des Abends, Herrn Andreas Renschler, der sich als Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG und als CEO der TRATON SE in diesen Räumlichkeiten sicherlich ein Stück weit Zuhause gefühlt hätte. Doch aufgrund der hohen Anmeldezahlen wurde die Preisverleihung kurzerhand in den Hörsaal des NFF verlegt. Dort, wo tagtäglich Studierende ein- und ausgehen, nahm so an diesem Abend eine etwas andere Klientel Platz. Neben einer klassischen grünen Tafel standen die für die Preisträger gestifteten Bilder der Galerie Jaeschke, auf den heuausziehbaren Tischen der Hörsaalplätze fanden sich einige gefüllte Sektgläser – die Verleihung in einem Hörsaal hatte wahrlich eine besondere Atmosphäre und ließ den Ein oder Anderen an die eigene Studienzeit zurückdenken. Für die Preisträger des Abends, Frau Dr. Stefanie Sohn, Frau Dr. Carolin Vietz und Herrn Dr. Niels Dehio, sind diese Erinnerungen sicherlich noch sehr präsent. Vorgestellt haben sich die sympathischen Preisträger an dem Abend der Preisverleihung in einem Interview mit Herrn Dr. Lutz Tantow, der bei den Interviews auch die Doktorväter mit einbezog und die Zuhörerschaft durch ansprechende Fragen und nicht weniger ansprechende Antworten der Preisträger unterhielt.

So sagte der Doktorvater von Frau Dr. Stefanie Sohn, Herr Professor Wolfgang Fritz, er sei „megastolz“ auf die Leistung von Frau Dr. Sohn. Frau Dr. Sohn wurde für ihre kumulative Dissertation zum Thema „Mobile Online Shopping: Empirical Insights into Consumers’ Usage of Mobile Devices for Online Shopping” ausgezeichnet, in der sie ein ganzheitliches Konzept, das Treiber und Hemmnisse der Nutzung mobiler Einkaufskanäle identifiziert und so der Marketingpraxis neue Anhaltspunkte für Maßnahmen im Mobile Marketing bietet, entwickelte. Frau Dr. Sohn wird weiterhin an der TU Braunschweig als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Marketing tätig sein.

Die gebürtige Braunschweigerin Frau Dr. Carolin Vietz entwickelte in ihrer Dissertation zum Thema “Self-assembled fluorescence enhancers for the detection of nucleic acids” an der Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig die Grundlagen für eine einfachere, molekulare Diagnostik. Ihr Doktorvater Herr Professor Philip Tinnefeld, heute tätig an der LMU München, schlug sie als Preisträgerin vor. Frau Dr. Vietz arbeitet inzwischen in Hamburg als Beraterin für Technologie-Transfer in einem Tochterunternehmen der TU Hamburg und der Stadt Hamburg. In dem Interview mit Herrn Dr. Tantow erklärte sie, es sei von Anfang an ihr Anliegen gewesen, das, was Wissenschaft produziere, in die Welt zu tragen.

Dr. Carolin Vietz im Interview mit Dr. Lutz Tantow. (Foto: Andreas Bormann)

Herr Dr. Niels Dehio erhielt den renommierten Heinrich-Büssing-Preis für seine Dissertation zum Thema „Prioritized Multi-Objective Robot Control”, die er am Institut für Robotik und Prozessinformatik von Professor Jochen Steil anfertigte. Herr Dr. Dehio ist zurzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Informatik, Robotik und Mikroelektronik an der Universität Montpellier tätig. Zuvor arbeitete er unter anderem am Institut für Robotik und Prozessinformatik der TU Braunschweig, wo nun auch der sogenannte humanoide Roboter – Gegenstand seiner Dissertation – steht. Seinem Doktorvater Herrn Professor Steil dankte er für das Bestärken seiner Mitarbeiter und die vertrauensvolle Atmosphäre in einem international besetzten Team.

Gratuliert wurde den Preisträgern unter anderem von Herrn Dr. Wolf-Michael Schmid, Präsident des Hochschulbunds, der in seiner Rede herausstellte, wie wichtig gute Kontakte zwischen einer ausgezeichneten Forschung und Lehre sowie der Wirtschaft seien. Spätestens mit Heinrich Büssing, Unternehmer und Namensgeber des Preises, habe die Vernetzung in unserer Region begonnen. Herr Prof. Dr. Joachim Block, Vorstandsvorsitzender des Hochschulbundes, gratulierte den jungen Wissenschaftlern und schilderte in einem kurzen Vortrag zum Thema „Der BHB im Jubiläumsjahr der TU Braunschweig“ die Relevanz, den Nachwuchs der TU Braunschweig für den Hochschulbund zu sichern. Auch Herr Andreas Renschler und die TU-Präsidentin Frau Professorin Anke Kaysser-Pyzalla gratulierten den Forschern zu ihren Preisen. Frau Professorin Kaysser-Pyzalla hob hierbei die Leistung der jungen Wissenschaftler in den Schlussworten der Verleihung hervor. Im Anschluss der Preisverleihung klang bei Livemusik, Getränken und einem Imbiss der Abend aus.

23

Sep 19

Die Heinrich-Büssing-Preise 2019 gehen an…

… Frau Dr. Stefanie Sohn, Frau Dr. Carolin Vietz und Herrn Dr. Niels Dehio. Wir freuen uns, diese drei herausragenden Nachwuchswissenschaftler/Innen der TU Braunschweig im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 05. November 2019 mit dem Heinrich-Büssing-Preis auszeichnen zu können!

 

Jeder der Preisträger erhält eine von Herrn Stephan Körber gestiftete Büste Heinrich Büssings. (Foto: Andreas Bormann)

 

Laudatio von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Fritz für die Preisträgerin Frau Dr. Stefanie Sohn:

Frau Doktor Sohn hat ihre kumulative Dissertation zum Thema „Mobile Online Shopping: Empirical Insights into Consumers’ Usage of Mobile Devices for Online Shopping” am Institut für Marketing von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Fritz der TU Braunschweig angefertigt. Die Arbeit wurde „mit Auszeichnung“ bewertet.

Frau Dr. Sohn ist es darin gelungen, eine für den Einzelhandel bedeutende Thematik erstmals umfassend aus der Verbraucherperspektive zu behandeln. Die Arbeit entwickelt ein ganzheitliches Konzept, das verschiedene Treiber und Hemmnisse der Nutzung mobiler Einkaufskanäle identifiziert. Die Ergebnisse geben Einzelhändlern Aufschluss darüber, wie sie ihre Kunden über diesen wichtigen Absatzkanal erreichen können und bieten der Marketingpraxis zahlreiche Anhaltspunkte für die effektive Ausgestaltung von Maßnahmen des Mobile Marketing. Aus der Arbeit sind zahlreiche Publikationen in internationalen Fachjournalen und –konferenzbänden hervorgegangen.

 

Laudatio von Herrn Prof. Dr. Philip Tinnefeld für die Preisträgerin Frau Dr. Carolin Vietz:

Frau Dr. Vietz hat ihre kumulative Dissertation zum Thema “Self-assembled fluorescence enhancers for the detection of nucleic acids” am Institut für Physikalische Chemie bei Prof. Dr. Philip Tinnefeld an der TU Braunschweig angefertigt. Die Arbeit wurde mit „summa cum laude“ bewertet.

Frau Vietz ist es in ihrer Arbeit gelungen, eine Erfindung aus der Grundlagenforschung für mögliche Anwendungen zu validieren und so eine wichtige Grundlage für einfachere und empfindlichere diagnostische Testverfahren zu entwickeln. Mit Hilfe von winzigen sogenannten Nanoantennen, die mit Hilfe der DNA Nanotechnologie hergestellt werden, kann die Fluoreszenz von Molekülen um bis zu 1000fach verstärkt werden. Da viele diagnostische Tests auf Fluoreszenz basieren, war die Idee, dass solche Verfahren um einen ähnlichen Faktor sensitiver gemacht oder auf einfachen, batteriegetriebenen Geräten ausgelesen werden können. Frau Vietz hat diese Idee konsequent verfolgt und in ihrer Arbeit die Kompatibilität der Nanoantennen mit Biomolekülen und existierenden Verfahren bewiesen. Schließlich konnte Frau Vietz sogar zeigen, dass mit Hilfe der Fluoreszenzverstärkung selbst einzelne Moleküle auf einem leicht modifizierten Smartphone-Mikroskop nachgewiesen werden können. Neben 11 begutachteten Publikationen trug Frau Vietz entscheidend zum Einwerben von Drittmitteln ein, zum Beispiel für ein vip+ Validierungsprojekt mit dem Ziel einer Firmenausgründung auf Basis dieser Technologie.

 

Laudatio von Herrn Prof. Dr. Jochen Steil für den Preisträger Herrn Dr. Niels Dehio:

Herr Doktor Dehio hat seine Dissertation zum Thema „Prioritized Multi-Objective Robot Control” am Institut für Robotik und Prozessinformatik von Prof. Dr. Jochen Steil der TU Braunschweig angefertigt. Die Arbeit wurde „mit Auszeichnung“ bewertet.

Wie können humanoide Roboter mit vielen Gelenken gleichzeitig verschiedene Aufgaben ausführen, z.B. Balancieren, Greifen und Hindernisse vermeiden? Wie können mehrere Roboterarme zusammenarbeiten, um schwere Lasten für den Menschen schwerelos erscheinen zu lassen? Die Antwort liegt, wie Herr Dr. Dehio mit seiner Dissertation zeigt, in der Mathematik moderner modellbasierten Kraftregelungsverfahren, die bisher fast nur in der Forschung und nur in wenigen Instituten in Deutschland und weltweit verwendet und erforscht werden. Die dazu entwickelte Theorie ist elegant und Herr Dr. Dehios Dissertation, obwohl voller Formeln, trotzdem gut lesbar, geradezu ein Genuss für die Fachkundigen, wie internationale Gutachter bestätigt haben. In der praktischen Umsetzung von Herrn Dr. Dehios fundamentaler, mathematisch-theoretischer Arbeit lassen dann vier Roboterarme mit je sieben Gelenken ein Objekt für den Menschen quasi schwerelos erscheinen, Vierbeiner können auf schrägen Ebenen laufen und humanoide Roboter balancieren und gleichzeitig greifen lernen. Das ist spektakulär, wie man auch in Videos sieht. Die Arbeit von Herrn Dr. Dehio hat daher auch in den führenden Laboren für humanoide Robotik in Deutschland und Europa die Runde gemacht und ihm in kürzester Zeit internationale Jobangebote eingebracht, so dass er nun in Karlsruhe und in Kürze in Montpellier bei Prof. Abderrahmane Kheddar, einem der international renommiertesten Forscher in humanoider Robotik, seine Karriere fortsetzen wird.

22

Jul 19

Auch ohne Titel eine Erfolgsgeschichte

Für den Titel „Exzellenzuniversität“ hat es nicht gereicht, das hat die Expertenkommission am 19. Juli 2019 verkündet. Doch auch ohne Titel ist unserer Carolo-Wilhelmina eine Erfolgsgeschichte gelungen: 63 von insgesamt 121 Universitäten in Deutschland traten in der ersten Stufe des Wettbewerbs an. 34 Universitäten konnten Exzellenzcluster einwerben, jedoch nur 19 von ihnen erhielten mindestens zwei Cluster – die Voraussetzung, um zum Wettbewerb um den Titel „Exzellenzuniversität“ zugelassen zu werden. Erfolgreich war die Carola-Wilhelmina mit den beiden Forschungsprojekten „SE²A – Sustainable and Energy Efficient Aviation“ und „QuantumFrontiers“, die seit dem 1. Januar 2019 für sieben Jahre gefördert werden. Im Exzellenzcluster QuantumFrontiers wird Licht und Materie genutzt, um Grundlagen sowie Anwendungen der Metrologie bis über die Quantengrenze zu erweitern. Der Exzellenzcluster SE²A ist ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben, das sich mit der grundlegenden Erforschung nachhaltiger und umweltverträglicher Luftfahrtsysteme beschäftigt.

Trotz dieses Erfolges hat es die TU Braunschweig nicht unter die elf Universitäten und Forschungsverbünde, die über die nächsten sieben Jahre die begehrte Förderung als Exzellenz-Universität vom Bund und von den Ländern erhalten, geschafft. Für die Spitzenforschungsförderung ausgewählt wurden: die Rheinisch-Westfälische Technische Universität Aachen, der Berliner Verbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und TU, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Technische Universität Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und die Eberhard Karls Universität Tübingen. Der Hochschulbund gratuliert den künftigen Exzellenz-Universitäten zu ihrem Erfolg.

Doch auch ohne Titel verdient und erhält die TU Braunschweig große Anerkennung für ihre Leistung. Der Bewerbungsprozess hat unsere Carolo-Wilhelima sowohl inhaltlich als auch als Team weitergebracht. So verkündete die TU-Präsidentin Frau Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, für die es stehende Ovationen bei der Bekanntgabe des Ergebnisses gab, dass gemeinsam eine neue Ebene erreicht worden sei, von der aus jetzt weitergemacht werde.

Foto: Marisol Glasserman/TU Braunschweig

15

Jul 19

50. Promotionsjubiläum

Gefördert durch den Hochschulbund veranstaltete die Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Physik der TU Braunschweig am 12. Juli 2019 eine Ehrungsveranstaltung anlässlich des 50. Promotionsjubiläums ihrer Doktorandenjahrgänge 1968 und 1969. An der diesjährigen Veranstaltung, der vierten nach 2013, nahmen insgesamt 10 Doktores teil. Die Fakultät ehrte die Teilnehmer dieses besonderen Jubiläums mit einer akademischen Feierstunde, in der eine Erinnerungsurkunde übergeben wurde. Überreicht wurden die Urkunden vom Fakultätsdekan Herrn Prof. Dr.-Ing. Michael Kurrat und den Nachfolgern der Institutsleiter, von denen die Jubilare promoviert wurden.

 

Foto: Tanja Coenen, Inst. f. Elektrische Messtechnik

Personen von links:
Dr.-Ing. Johannes Sievert (1968), Prof. Dr.-Ing. Klaus Schünemann (1969),
Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Unger (von 1961 bis 1993 Leiter des Institutes für Hochfrequenztechnik),
Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Schröder (1967), Frau Prof. Dr.-Ing. Regine Mallwitz (Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen),
Dr.-Ing. Ludwig Schiweck (1969), Prof. Dr.-Ing. Yedatore Narayana Rao (1968), Dr. rer. nat. Werner Krebs (1969), Prof. Dr. rer. nat. Ludwig Engelhard (1969), Prof. Dr.-Ing. Fritz Gliem (Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze), Prof. Dr.-Ing. J.-Uwe Varchmin (Organisator der Jubiläumsveranstaltung)

Personen von links zweite Reihe hinten:
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Salge (1972 – 1998), Dekan Prof. Dr.-Ing. Michael Kurrat (seit 2001), Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer (1981 – 2005)
(alle drei Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen),
Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Glaßmeier (Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik),
Prof. Dr. rer. nat. Meinhard Schilling (Institut für Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik), Dr.-Ing Geert Teunis (1969),
Prof. Dr. rer. nat. Fritz M. Neubauer (1969), Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Lohmann (1969)

 

Herr Prof. Dr. Jörn-Uwe Varchmin, Organisator des Promotionsjubiläums, berichtet über die Veranstaltung:

Die Jubilare haben Ende der fünfziger Jahre ihr Studium begonnen, etwa Mitte der sechziger Jahre die Diplomprüfung bestanden und in den Jahren 1968 und 1969 mit der Promotion zum Dr.-Ing. bzw. Dr. rer. nat. ihre wissenschaftliche Ausbildung abgeschlossen. Nach verantwortungsvollen Tätigkeiten in Industrie, Lehre und Forschung kehrten die Jubilare fünfzig Jahre nach ihrer Promotion an ihre einstigen Institute zurück. Die Doktoren und Professoren kamen aus ganz Deutschland und einer sogar aus Indien.

Nach der Begrüßung durch unsere Präsidentin Prof. Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, welche die Bedeutung der Alumni-Betreuung sonders hervorhob, informierte der Fakultätsdekan Prof. Dr.-Ing. Michael Kurrat die Jubilare, wie sich ihre Fakultät in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat. Im Anschluss an die Präsentation dieser dynamischen Entwicklungsgeschichte stellte Prof. Dr.-Ing. Jörn-Uwe Varchmin die Jubilare mit einem kurzen Abriss ihres Lebenslaufes und ihrer wissenschaftlichen Laufbahn den anwesenden Gästen vor.

Die Urkundenübergabe begann mit einem kurzen Film von der Doktorfeier der beiden Doktoren Engelhard und Neubauer, die beide am 14. Februar 1969 von Prof. Walter Kertz promoviert worden waren. Der Stummfilm wurde von den Excelsior Jazzmen flott begleitet. Die Urkunden übergab anschließen Prof. Karl-Heinz Glaßmeier, der Nachfolger von Prof. Kertz.

Ganz besonders hat sich Prof. Schünemann gefreut, dass er 50 Jahre nach seiner Promotion die Urkunde aus der Hand von Prof. Unger, seinem Doktorvater, erhalten hat. Prof. Schünemann wurde 1983 – er war zu dem Zeitpunkt C2-Professor am Institut für Hochfrequenztechnik (Prof. Unger) der TU Braunschweig – auf die C4-Professur für Hochfrequenztechnik an der TU Hamburg (TUHH) berufen. Er hat dort – wie er selbst sagt – den Aufbau des Instituts sowie der akademischen „Infrastruktur“ wie Curricula, Promotions-, Prüfungs- und Praktikantenordnung nach Ungerschem Vorbild aufgebaut. Mit den Professoren Schünemann, Jacob und Rohling wurden die Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik der TU Hamburg stark von der TU Braunschweig geprägt.

Von besonders weit her kam Professor Dr.-Ing. Yedatore Narayana Rao. Nach Abschluss seines Masterstudienganges in Bangalore (Süd-Indien) kam er 1962 nach Braunschweig. Er wollte bei Prof.  Marx promovieren, der auch in Indien für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hochspannungstechnik bekannt war. Prof. Marx war jedoch bereits emeritiert und Prof. Kind der neue Institutsleiter. Wie Prof. Rao selbst sagte, hatte er mit Prof. Kind einen sehr freundlichen und netten Doktorvater gefunden.  Von ihm wurde er 1968 promoviert. Prof. Rao konnte die Urkunde aus der Hand seines Doktorvaters nicht entgegennehmen, Prof. Kind ist im Juni vergangenen Jahres gestorben. Dr. Rao wurde in Indien Professor für Hochspannungstechnik am Indien Institut of Technologie in Madras. Am Aufbau der elektrotechnischen Institute in Madras hat die TU Braunschweig in den 1960er Jahren mitgewirkt.  Prof. Rao trifft sich in Braunschweig mit den Familien von Tochter und Sohn, die aus den USA anreisen.

Während der Aufnahme des Gruppenfotos spielten die Excelsior Jazzmen frischen Dixieland-Jazz und leiteten über zum Festvortrag von Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers über die „Veränderung des Studiums in den vergangenen 50 Jahren“. Damals wurde der Verlauf des Studiums noch handschriftlich im Studienbuch“ dokumentiert. Heute sammeln die Studierenden „Kreditpoints“ für die absolvierten Lehrveranstaltungen. Die Zahl der Studierenden hat sich vervielfacht, das Studium ist internationaler geworden, statt mit dem Diplom verlässt man die Universität als Master.

Zum Ausklang und Übergang in die Mensa erklang wieder fröhlicher Dixieland-Jazz. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das auch ganz anders ausfiel als vor 50 Jahren, erlebten die Jubilare eine Stadtrundfahrt in Büssing Oldtimer-Bus. Der Stadtführer, Bernd Wagner, erzählte aus der Stadtgeschichte und ging auch auf die Veränderungen des Stadtbildes in den vergangen 50 Jahren ein. Die Stadtführung endete mit einem Aufstieg zur Quadriga auf dem Schloss, dass die Jubilare noch als Ruine kannten.

Den Abschluss der Ehrungsveranstaltung bildete ein gemeinsames Abendessen im FourSide Hotel. Mit dabei waren auch Kollegen aus der Fakultät, die unsere Jubilare noch aus ihrer Zeit an der Universität kannten. Bis spät in den Abend wurden Erinnerungen ausgetauscht und über den Zeitenlauf berichtet.