Heinrich-Büssing-Preise 2016 | Braunschweigischer Hochschulbund
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Heinrich-Büssing-Preise 2016

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Nov 16

Heinrich-Büssing-Preise 2016

Foto: Andreas Bormann

von  links: Prof. Dr. Philip Tinnefeld, Frank-Michael Rösch, Prof. Dr. Jens-Peter Kreiß, Dr. Jürgen Johann Schmied, Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Dr. Wolf-Michael Schmid, Dr. Marco Meyer, Prof. Dr. Anne Leucht, Dr. Oliver Unruh

Die Heinrich-Büssing-Preise 2016 erhielten:

Herr Dr. rer. nat. Marco Meyer

Titel der Dissertation: „The Autoregressive Sieve Bootstrap for Random Fields and Multivariate Stochastic Processes“

Herr Dr. Meyer hat in seiner Dissertation eine Variante des sogenannten Bootstrap-Verfahrens entscheidende weiterentwickelt. Bootstrap-Verfahren sind moderne, computerintensive statistische Methoden, die als Werkzeug in vielen Bereichen der Statistik angewandt werden, beispielsweise der Wettervorhersage. Herr Dr. Meyer weist mathematisch exakt nach, dass eine Variante dieser Methode für eine deutlich größere Klasse von zufallsbeeinflussten Größen funktioniert, als bisher bekannt war.

vorgeschlagen von Frau Prof. Dr. Anne Leucht und Herrn Prof. Dr. Jens-Peter Kreiß
Institut für Mathematische Stochastik

 

Herr Dr. rer. nat. Johann Schmied

Titel der Dissertation: “Applications of Fluorescently Labeled DNA Origami Structures”

Herr Dr. Schmied nutzt die Erbsubstanz DNA als Baukasten dafür, künstliche Strukturen aus gefalteter DNA herzustellen. Durch das Anbringen von Fluoreszenzmarkern auf diesen DNA-Strukturen entwickelt er Nanolineale, die einen genau einstellbaren Abstand zwischen den Markern aufweisen. Die Nanolineale können genutzt werden, um die neuartigen optischen Superresolution-Mikroskope auf Nanometer genau zu kalibrieren und damit beispielsweise eine Vermessung von Abständen in lebenden Zellen zu ermöglichen. Herr Dr. Schmied hat auf Basis dieser Forschung ein Unternehmen mitgegründet und vertreibt erfolgreich solche Nanolineale.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Philip Tinnefeld
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

 

Herr Dr.-Ing. Oliver Unruh

Titel der Dissertation: „Schallabstrahlcharakteristik von Platten mit inhomogener Dämpfung und komplexen Schwingungseigenformen“

Herr Dr. Unruh untersucht in seiner Dissertation die Schallabstrahlung dünnwandiger Strukturen, die eine uneinheitliche Dämpfung und komplexe Eigenschwingungsformen aufweisen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, in weit solche Eigenschwingungsformen zu verminderter oder vermehrter Schallabstrahlung führen. Mit Hilfe einer neu entwickelten Metrik weist Herr Dr. Unruh nach, dass die Komplexität der Eigenformen einen signifikanten Einfluss auf die Schallabstrahlung hat und beim Entwurf dünnwandiger Strukturen berücksichtigt werden sollten.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Michael Sinapius
Institut für Adaptronik und Funktionsintegration