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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

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Nov 16

Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2016

Was haben ein Heimspiel von Eintracht Braunschweig und die Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2016 gemeinsam? Beide fanden am Abend des 17. Oktober 2016 statt und stellten so manchen vor die Entscheidung, wo er denn hingehen solle. Und obwohl die Eintracht 1:0 gewann, dürfte die Entscheidung für die höchst gelungene Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise für die meisten wohl die bessere Wahl gewesen sein.

 

Fotos: Andreas Bormann

Großartiger Gastgeber war die BBR Verkehrstechnik GmbH, die als Entwickler von Lösungen für den Schienenverkehr in den Fußstapfen von Heinrich Büssing steht. Mit ihren modernen Räumen, ihren engagiertem Personal und kulinarischen Köstlichkeiten bot sie einen äußerst würdigen Rahmen für die Preisverleihung.

 

Festredner des Abends war Prof. Dr. Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Braunschweig, Göttingen, Stade, Bremen, Hamburg und Trauen. In einem interessanten Vortrag zeichnete er nach, wie Braunschweig zu der erfolgreichen Wissenschaftsstadt von heute geworden ist und solche herausragenden Büssing-Preisträger hervorbringt.

 

Nach dem Festredner betraten die Preisträger Dr. Marco Meyer, Dr. Jürgen Johann Schmied und Dr. Oliver Unruh die Bühne: Gemeinsam mit Moderator Dr. Lutz Tantow machten sie sich an die schwierige Aufgabe, den Inhalt von komplexen Dissertationen wie „The Autoregressive Sieve Bootstrap for Random Fields and Multivariate Stochastic Processes“ in wenigen Sätzen für Laien verständlich darzustellen.

 

Nach dieser letzten Hürde konnten Dr. Unruh, Dr. Meyer, Dr. Schmied (von links auf dem Foto) endlich ihre Heinrich-Büssing-Preise 2016 entgegennehmen: Sie freuten sich jeweils über ein Preisgeld von 5000 €, eine von Herrn Stephan Körber gestiftete Büssing-Büste sowie ein von der Galerie Jaeschke gestiftetes Bild.

 

Der TU-Präsident Prof. Dr. Jürgen Hesselbach beschloss den Festakt. Da dies voraussichtlich seine letzte Büssing-Verleihung in diesem Amt sein werde, nutzte er die Gelegenheit, um den großen Wert des Preises für die Wissenschaft an der TU Braunschweig zu betonen – auch für die Zukunft.

 

Bei einem herausragenden Buffett mit Begleitmusik vom Jazz-Pianisten Andreas Köcher endete die großartige Preisverleihung.

 

Für ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich bei Herrn Stephan Körber sowie

16

Nov 16

Kooperation in der Flüchtlingsförderung

Was passiert eigentlich mit den Flüchtlingen in Braunschweig? Die Medien berichten zunehmend weniger über das Thema und es könnte der Eindruck entstehen, es werde kaum oder gar nichts für ihre Integration getan. Zumindest im Bereich der Geflüchteten mit Studienperspektive ist genau das Gegenteil der Fall:

 

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Hauptthema bei der Einbindung dieser besonderen Gruppe ist das zeitnahe Angebot von Sprachkursen, mit denen die Geflüchteten schnell das Sprachniveau erreichen, das sie für eine Studienzulassung benötigen. Gewöhnliche Sprachkurse für Flüchtlinge ermächtigen die Teilnehmer innerhalb eines Jahres nur dazu, sich gut in der Alltagssprache zurecht zu finden.

Aus diesem Grund bietet die TU Braunschweig mit Unterstützung des Hochschulbundes seit Anfang 2016  Brücken- und Sprachkurse speziell für Flüchtlinge an. Die Nachfrage überstieg die vorhandenen 60 Plätze aber bei weitem. Deshalb taten sich im August 2016 die TU Braunschweig, die VHS Braunschweig, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost, die Bürgerstiftung Braunschweig und der BHB zusammen. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen schufen sie seit Oktober 2016 weitere Sprachkurse für 50 Geflüchtete mit Studienperspektive. Und zusätzliche Kurse sind oder werden beantragt. Der Hochschulbund wird in diesem Rahmen unter anderem Fahrkarten für Geflüchtete zur Verfügung stellen, die außerhalb Braunschweigs untergebracht sind und zum Sprachkurs anreisen müssen. Wir freuen uns deshalb über jede Unterstützung.

10

Nov 16

Erleuchtung auf der Oker

Die Gekommenen trauten ihren Ohren nicht: Alle Seidenplanen für die Lichtinstallation der TU Braunschweig waren mit einer einzigen Nähmaschine entstanden. Staunend lauschten die Mitglieder des BHB dem Organisator Göran Gallandt, der die mühsame Handarbeit schilderte, durch die in zahlreichen Stunden die Stahlrahmen, Flöße und Seidenwürfel entstanden, die beim TU-Beitrag „Satelliten“ zum Lichtparcours 2016 zusammenkamen.

 

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Göran Gallandt, Bernd Schulz und Christian Schad vom Institut für Architekturbezogene Kunst empfingen am späten Abend des 6. September 2016 die BHB-Mitglieder im größten der drei Lichtwürfel an der Oker. Im Inneren des 6 Meter hohen, von innen beleuchteten Würfels gab es eine ruhige, fast feierliche Stimmung, die sofort auf Alle überging. Damit sollte es aber nicht enden. Die Gastgeber zogen einen der kleineren, auf der Oker schwimmenden Würfel an den Anleger und ließen ihre Gäste einsteigen. Gehalten von Stahlseilen trieb das Floß zurück auf die Oker. Beim Treiben in der Dunkelheit inmitten des Lichtwürfels konnte der Eindruck entstehen, man schwebe in einer Kapsel mitten im Weltall.

Am 22. September endete der Lichtparcours 2016. Ganz zur Freude seiner Erbauer und dem BHB als Unterstützer des Projekts entschloss sich die TU Braunschweig, Teile der Installation auch nach dieser Zeit zu erhalten. Der große Kubus hatte sich mehrfach als großartiger Veranstaltungsort bewährt und soll in dieser Funktion erhalten bleiben. Dafür wird sein Stahlgerüst weitergenutzt, die Plane gegen eine wetterfeste Variante ausgetauscht. So kann das Erbe dieser  Lichtinstallation auch zukünftig noch für spannende Eindrücke sorgen.

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Okt 16

Das BRICS an der TU Braunschweig besuchen

Der Braunschweiger Ring ist immer gut für eine Überraschung im morgendlichen Berufsverkehr. Braunschweiger Autofahrer werden durch wechselnde Teilsperrungen in ihrer Kreativität gefordert, Auswärtige verfallen in wilde Streitgespräche mit Ihren Navigationssystemen. Nun ist eine weitere Neuerung am Rebenring fertiggestellt worden, die viele Ringbenutzer bereits von außen bestaunt haben: Das für 33 Millionen Euro errichtete Gebäude des „Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology“ – kurz BRICS. Im BRICS forschen Mitarbeiter der TU Braunschweig und des Helmhotz-Zentrums für Infektionsforschung gemeinsam und interdisziplinär im Bereich der Systembiologie.

 

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Foto: TU Braunschweig / BRICS

 

Falls Sie einen Blick in dieses neue, spannende Forschungszentrum werfen möchten, erhalten Sie nun die Gelegenheit: Am 02. November 2016 ab 14:00 Uhr wird der Sprecher des BRICS, Prof. Dr. Dieter Jahn, Mitglieder des Hochschulbundes exklusiv die Besonderheiten des Gebäudes zeigen. Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihres vollständigen Namens an unter kontakt@bhb-mail.de

19

Sep 16

„Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier bin“

Herr Dr. Walter Zimdahl unterstützt seit 7 Jahren über den Hochschulbund die studentische Vereinigung „ Team CDLC“ an der TU Braunschweig. Die Studenten Stefan Helm und Jonas Löhdefink kümmern sich als Mitglieder des Teams um den Kontakt zu Sponsoren und Förderern wie Herrn Dr. Zimdahl. Die drei berichten über ihr besonderes Miteinander.

 

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Jonas Löhdefink. Dr. Walter Zimdahl und Stefan Helm  mit Carolinchen VIII

 

Herr Helm, bitte erklären Sie zunächst: Wer ist das Team CDLC?
Helm: Das Team CDLC baut autonome Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10. Unser Ziel ist es, damit bei dem Carolo-Cup anzutreten, der jährlich im Februar stattfindet und von der TU Braunschweig ausgerichtet wird. Das Regelwerk des Carolo-Cups besagt, dass nur Studierende an den Fahrzeugen aktiv mitarbeiten dürfen. Das bedeutet eine große Chance für die Studierenden, weil sie sich mit solchen Themen schon in frühen Semestern auseinandersetzen können und hier schnell zu einem Aufbau kommen, der funktionsfähig ist und an dem sie ausprobieren können. Bei einem größeren Auto im Stadtverkehr sind gerade hinsichtlich der Sicherheit weitere Aspekte zu beachten. Bis man da soweit ist, dass das Auto überhaupt fahren darf, dauert es natürlich wesentlich länger.

Hinter dem Kürzel „CDLC“ steckt der lustige Teamname „crazy dancing little caroline“. Wie kam es dazu?
Helm: Der Boden, auf dem das Fahrzeug fährt, besteht aus Tanzboden. Und da das Auto gerade während der Entwicklung oft nicht das tut, was es soll, sondern auch mal verrückt hin und her fährt, kam dieser Name zustande.

Herr Dr. Zimdahl, seit der zweiten Austragung des Carolo-Cups 2009 unterstützen Sie das Team zusammen mit Ihrer Frau. Woher kommt Ihr Engagement?
Dr. Zimdahl: Meine Frau hat ihr Lehramts-Studium komplett hier in Braunschweig absolviert. Ich habe die ersten fünf Semester meines Elektrotechnik-Studiums in Braunschweig verbracht. Deshalb haben wir beide eine sehr starke emotionale Affinität zur Hochschule in Braunschweig. Hinzu kommt meine Verbundenheit speziell zu den Regelungstechnikern: In Darmstadt habe ich an dem Institut für Regelungstechnik von Prof. Dr. Winfried Oppelt promoviert. Für meine Dissertation erstellte ich dort ein 1:10-Modell eines Kfz mit automatischer Lenkung. Als Abteilungsleiter für Fahrzeugtechnik in der Forschung von Volkswagen hielt sich mein Interesse für das autonome Fahren. Und dann, nach meinem Abschied aus dem Berufsleben wollte ich noch etwas schaffen und suchte etwas, wo ich mich engagieren konnte. Dabei stieß ich auf das Team CDLC.

Wie kam der Kontakt mit dem Team zustande?
Dr. Zimdahl: Auf den zweiten Carolo-Cup bin ich durch die Zeitung aufmerksam geworden. Er wurde in der Aula im Haus der Wissenschaft veranstaltet. Meine Frau und ich haben oben auf dem Rang gesessen, um zuzugucken. Nach dem Abschluss der Veranstaltung bin ich runtergegangen und habe zu dem Team gesagt: „Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier dieser Zunft bin“. Ich habe mich als Teil dieses Teams gesehen und bin auch immer so aufgenommen worden – von den jetzigen und den vorherigen Teammitgliedern auch. Ich bin ein Freund dieses Teams geworden und unterstütze es gerade wegen seiner positiven Wirkungen auf den Nachwuchs sehr gerne.

Wie fördern Sie das Team?
Dr. Zimdahl: Zum einen überweisen meine Frau und ich in jedem Jahr an den Hochschulbund einen bestimmten Betrag, den die Studierenden für das Projekt abfordern können. Und dann laden wir das ganze Team einmal im Jahr zu einem kostenlosen Abendessen ein – vorzugsweise ins Block-House, das unser gemeinsames Stammlokal geworden ist. Dort tauschen wir uns aus und freuen uns über den persönlichen Kontakt.

Sie pflegen Ihre Gemeinschaft seit 7 Jahren. Wie schaffen Sie es, dass sich keiner von Ihnen dabei ausgenutzt, eingeengt oder überfordert fühlt?
Dr. Zimdahl: Ich würde sagen: Wir gehen sehr natürlich miteinander um. Es war zum Beispiel von Anfang kein Problem für mich, die Studenten mit „Du“ anzureden. Ich bin keiner, der oben drüber schwebt, sondern einer der dazugehört. So fühle ich mich. Und dann denke ich, dass das Verhältnis zwischen dem Team und mir ein sehr altruistisches ist. Das heißt, keiner erwartet etwas von dem Anderen. Und wenn etwas gegeben wird, muss es mit offener Hand genommen werden.

Helm: Das stimmt. Herr Dr. Zimdahl unterstützt uns, ohne uns einzuengen: Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren. Jedes Teammitglied hat einen eigenen Bereich im Projekt und möchte sich dort mit seinen Ideen einbringen. Es wäre schwierig, wenn ihm da zu viel hineingeredet werden würde.

Falls Jemand den Wunsch hegen sollte, ebenfalls eine studentische Vereinigung zu unterstützen: Wie könnte sie oder er das anfangen?
Helm: Es gibt an der TU eine Vielzahl studentischer Vereinigungen, die in einer offiziellen Liste erfasst sind. Eine interessierte Person könnte dort nach einer Vereinigung suchen, die ihren Interessen entspricht. Um die Inititative näher kennen zu lernen, könnte sie anschließend Kontakt zu ihren Vertretern aufnehmen und eventuell eines der Teamtreffen besuchen. Wollte sie die Vereinigung tatsächlich unterstützen, so sollte sie mit den Vertretern klären, in welchem Rahmen die Unterstützung geschehen kann und welche Erwartungen damit von beiden Seiten verknüpft sind.