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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

30

Mrz 18

BHB fördert Campus Pavillon

Die Nutzung eines alten Gebäudes ist so eine Sache. Nicht nur, weil die Jahre des Gebrauchs sichtbare und versteckte Schäden an ihm hinterlassen haben können. Auch umgibt ihn inner- und außerhalb weiterhin der Geist, in dem er gebaut wurde. Das lässt sich beispielsweise gut an den ehemaligen Kasernen des Bundesgrenzschutzes auf dem Campus Nord erfahren. Ihre strenge, zweckmäßige Architektur und die Aufteilung des ganzen Geländes scheinen so wenig zu passen zur Ungezwungenheit und Lebensfreude des Studierendenlebens. Da passt es hervorragend, dass Studierende einen architektonischen Gegenentwurf dazu errichten wollen: Mit der Förderung des Hochschulbundes und Unterstützung mehrerer Institute planen sie, auf dem Campus Nord einen „Campus Pavillon“ zu bauen.

 

 

Der fest installierte und vorwiegend aus Holz bestehende Pavillon soll ein neuer Treffpunkt für Studierende und Mitarbeiter der TU Braunschweig werden. Als offener Veranstaltungsraum bietet er zudem eine einzigartige und lebendige Bühne, die von den Nutzern angepasst und adaptiert werden kann. In diesem Rahmen ist es möglich, Forschungsarbeiten oder Initiativen zu präsentieren, Lesungen zu organisieren oder Konzerte zu geben. Das Team hat für den Pavillon bereits ein modulares Holz-Möbel geschaffen, dass sich ebenfalls individuell an verschiedene Nutzungssituation anpassen lässt. Der bauliche Geist auf dem Campus erhält also eine neue Richtung. Es wird spannend sein zu beobachten, wie er sich entfaltet.

28

Feb 18

Die Deutschland-Stipendiaten/-innen des BHB 2017/2018

Sicher kennen Sie den Mythos des „verflixten siebten Jahres“ in einer Ehe – und tatsächlich gibt es stastisch gesehen im siebten Ehejahr die meisten Scheidungen. Bei anderen Verbindungen scheint diese Gesetzmäßgkeit glücklicherweise nicht zu gelten oder sogar ins Gegenteil umzuschlagen:

Seit sieben Jahren bietet die TU Braunschweig Deutschlandstipendien für ihre leistungsstärksten und engagiertesten Studierenden an. Dafür muss die Hochschule Förderer finden, die die Hälfte des Stipendiums finanzieren, die andere Hälfte übernimmt das BMBF. Da das BMBF eine gleichmäßige Aufteilung der Stipendien nach Fachbereichen vorschreibt, ist die Bereitstellung der Stipendien stets eine große Herausforderung für die Hochschulen. In diesem Jahr konnte Universitätspräsidentin Prof. Kaysser-Pyzalla bei der Vergabefeier am 18. Januar 2018 erstmalig über 100 Stipendien an der TU Braunschweig vergeben. Wir gratulieren den Studierenden und der Hochschule dazu ganz herzlich!

Auch der Hochschulbund hatte seinen Anteil an diesem Erfolg: Er finanzierte für das Wintersemester 2017/2018 und das Sommersemester 2018 neun fachungebundene Deutschlandstipendien und gab der TU Braunschweig dadurch zusätzlich die Möglichkeit, weitere 18 fachgebundene Stipendien einzuwerben.

 

Foto: Andreas Bormann

23

Jan 18

Weihnachtliche Mitgliederversammlung und Sitzung des Verwaltungsrats 2017

Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandeln erfüllte den Raum. Wie gewünscht hatte das kurze Stoßlüften vor der anstehenden Mitgliederversammlung zwar Frischluft in den Neuen Senatssaal der TU Braunschweig geblasen – dabei aber auch die Verlockungen des nahen Weihnachtsmarktes. Und die waren angesichts des Termins sowieso schon groß genug: Trotz intensiver Suche war der 21. Dezember der einzige Termin gewesen, an dem alle vortragenden Personen an der Sitzung teilnehmen konnten. Und so erlebten die rund 30 Mitglieder bei Lebkuchen und Zimtsternen, wie die neue Präsidentin der TU Braunschweig, Frau Prof. Kaysser-Pyzalla, als neue Vizepräsidentin des Hochschulbundes die Entwicklungen an der TU Braunschweig und ihre Ziele für die Hochschule präsentierte.

Foto: © kartoxjm/fotolia

Als Geschenke für den BHB begrüßte BHB-Präsident Dr. Schmid die drei neuen Mitglieder des Verwaltungsrates: Chefredakteur des BZV Medienhaus GmbH Armin Maus, Vorstandsvorsitzender der BS|ENERGY, Braunschweiger Versorgungs-AG & Co.KG Julien Mounier sowie Leiter Regionalstrategie und Standortentwicklung der Volkswagen AG Julius von Ingelheim. Ein Fest der anderen Art kündete der BHB-Vorstandsvorsitzende Prof. Block den erstaunten Mitgliedern an: In einem Archiv war die Gründungsurkunde des Hochschulbundes gefunden worden, die auf den 03. März 1918 datiert. Zur Feier des 100-jährigen Bestehens sei ein Ausschuss aus Vorstands- und Präsidiumsmitgliedern gebildet worden, der über passende Aktionen im Jubiläumsjahr beraten sollte. Die Sitzung endete bei Stollen und Gesprächen in weihnachtlicher Vorfreude.

19

Dez 17

Die neue Heimat des Hochschulbundes

„Dreimal umziehen ist so schlimm wie ein mal abbrennen“ sagte einst Benjamin Franklin und er hatte recht: 14 Jahre lang hatte die Geschäftsstelle des Hochschulbundes in der Geysostraße 7 gesessen und vieles verwahrt, das nicht mit umziehen sollte. Über die gut erhaltenen Tische und Stühle freuten sich der ASTA und ein Zeichensaal der TU Braunschweig, der Rest füllte einen kleinen Container.

 

 

Am 30. Oktober bezog der Hochschulbund seine neuen Räume in der zweiten Etage der der Abt-Jerusalem-Straße 6. Hier sitzt er sogar noch näher an der Uni als vorher: Den Campus erreicht man in einer Minute und einige Abteilungen der Hochschule befinden sich sogar unter demselben Dach. Trotz vieler Bemühungen hat die Post noch ihre Schwierigkeiten, Briefe an den Hochschulbund und seine Stiftung an die neue Adresse zuzustellen. Bitte haben Sie deshalb etwas Geduld. Und auch, wenn noch nicht alle Kartons ausgepackt sind – der Hochschulbund hat ein neues Heim.

19

Nov 17

Heinrich-Büssing-Preise 2017

Foto: Andreas Bormann

Hochschulbund-Präsident Dr. Wolf-Michel Schmid, Universitätspräsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Preisträger Dr. Daniel Schröder, Knud Maywald für den Vorstand der Öffentlichen Versicherung, Doktormutter Prof. Ulrike Krewer, Preisträgerin Dr. Jeanine Rismondo, Doktorvater Prof. Marc Gürtler, Preisträger Prof. Martin Hibbeln, Doktorvater PD Dr. Sven Halbedel

 

Die Heinrich-Büssing-Preise 2017 erhielten:

Herr Prof. Dr. Martin Thomas Hibbeln

Titel der Habilitation: „Risk Assessment and Risk Transfer in Financial Institutions“

Herr Prof. Dr. Hibbeln beschäftigt sich in seiner Habilitation mit der Beurteilung und dem Transfer von Risiken in Finanzinstitutionen. Zwei Innovationen ragen dabei heraus: Zum einen konnte Herr Prof. Dr. Hibbeln nachweisen, dass die bisher in Wissenschaft und Praxis verwendeten Verfahren zur Prognose zukünftiger Kredit-Verluste zu fehlerhaften Schätzungen führen können. Auf theoretischer Basis entwickelte er ein neues Schätzmodell, das diesen Verzerrungen nicht unterliegt, und wies dessen Korrektheit in einer empirischen Studie mit realen Bankdaten nach. Zum anderen widmete er sich der Schadensregulierung bei extremen Naturkatastrophen, wie beispielsweise Hurricane Katrina im Jahr 2005. Herr Prof. Dr. Hibbeln untersuchte den Preisanstieg von Material und Arbeitskräften im Nachgang von Naturkatastrophen aufgrund eines entsprechenden Nachfrageschubs. Als erster Forscher entwickelte er eine mathematisch exakte Definition und konnte damit relevante physikalische und ökonomische Einflussfaktoren für den Nachfrageschub identifizieren. Auf dieser Basis schuf er schließlich ein Modell zur Quantifizierung dieses Schubs, das er empirisch bestätigen konnte und das mittlerweile von dem weltweit führenden US-amerikanischen Modellierer von Katastrophenrisiken eingesetzt wird.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Marc Gürtler
Institut für Finanzwirtschaft

 

Frau Dr. rer. nat. Jeanine Rismondo

Titel der Dissertation: „Einfluss des GpsB-Proteins auf die Zellwandsynthese, die Zellteilung und die Virulenz von Listeria monocytogenes“

Frau Dr. Rismondo beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit dem Keim Listeria monocytogenes, der Lebensmittelvergiftungen verursacht und bisher gegen die Behandlung mit Penicillin resistent war. Schwerpunkt ihrer Untersuchungen waren Eiweiße, die die Zellteilung und die damit verbundene Zellbandbiosynthese kontrollieren. Dabei gewann sie wesentliche neue Erkenntnisse zu den beteiligten Enzymen, deren Zusammenspiel und ihrer möglichen Kontrolle. Auf Basis ihrer Ergebnisse ist es möglich,  Antibiotika gezielt zu optimieren, sodass der Krankheitserreger damit zukünftig erfolgreich behandelt werden kann.

vorgeschlagen von Herrn PD Dr. Sven Halbedel
Robert Koch Institut / Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig

 

Herr Dr.-Ing. Daniel Schröder

Titel der Dissertation: “Analysis of Reaction and Transport Processes in Zinc Air Batteries”

Herr Dr. Schröder hat sich im Rahmen seiner Promotionsarbeit mit der Elektrochemie, sowie den Reaktions- und Transportprozessen in Zink-Luftzellen-Batterien beschäftigt, die beispielsweise in üblichen Hörgeräten eingesetzt werden. Über experimentelle und simulative Methoden konnte er die Abläufe in diesen Batterien beim Betrieb nachweisen und Einflussfaktoren wie Sauerstoffgehalt der Umgebung, Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit identifizieren. Damit legte er die Grundlagen für ein neues Elektrodendesign, das auf Dauer stabile und leistungsfähige Zellen erlaubt sowie für aufladbare Zn-Elektroden. Die international beachtete Arbeit weckt damit große Hoffnungen, das Leben von Hörgeräteträgern zukünftig spürbar zu entlasten.

vorgeschlagen von Frau Prof. Dr. Ulrike Krewer
Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik