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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

25

Mrz 17

Flüchtlinge des Brückenkurses machen ihren Abschluss

Diese Eindrücke hatten nichts mit einer üblichen Abschlussfeier zu tun: In einer Präsentation über ihren Weg nach Deutschland berichteten die Flüchtlinge aus dem  Brückenkurs der TU von den Schrecken, die sie in ihren Heimatländern und bei ihrer Flucht erleben mussten. Krieg, Bomben und Tote – Dinge, die die meisten von uns glücklicherweise nur aus Erzählungen kennen. Und doch konnten die Geflüchteten mit einem guten Ende schließen: Sie dankten von ganzem Herzen den vielen Menschen, durch deren Unterstützung sie nach einem Jahr intensiven Lernens im Brückenkurs ihre Sprachzertifikate in den Händen halten. Nun können die meisten mit ihrem Studium und der Planung ihre neuen Lebens beginnen.

 

Foto: J.Vogel / TU Braunschweig

 

Der TU-Präsident Prof. Hesselbach persönlich überreichte den Teilnehmern ihre Sprachzertifikate, um die großartige Leistung von ihnen und ihren Unterstützern zu würdigen: In dem intensiven Sprachkurs des Brückenkurses erreichten alle 24 das Sprachniveau B2.2. Gleich im ersten Anlauf erhielten 17 von ihnen sogar ein DSH-Zertifikat, mit dem sie nun an deutschen Hochschulen studieren können. Da der Brückenkurs zusätzliche Workshops mit mathematischen und technischen Inhalten bot, beginnen die meisten von ihnen ein technisches Studium an der TU Braunschweig. Die übrigen werden nach einer ergänzenden Vorbereitung die DSH-Prüfung im Sommer wiederholen.

Der Bückenkurs der TU zeigt sich immer mehr als Erfolgsmodell zur Integration gut qualifizierter junger Flüchtlinge: Neben den erfolgreichen Absolventen des ersten Brückenkurses besuchen derzeit weitere 24 Teilnehmer den zweiten Brückenkurs und ab Anfang April 22 Teilnehmer den dritten Brückenkurs. Bewerber, die nicht berücksichtigt werden können, erhalten durch eine Kooperation das Angebot zur Teilnahme an ähnlichen Sprachkursen der VHS Braunschweig. Und dennoch übersteigt die Anzahl an Bewerbungen die Zahl der Kursplätze weiterhin: Viele dieser Flüchtlinge erfahren erst jetzt von den Angeboten oder steckten in Kursen, mit denen sie das erforderliche Sprachniveau für einen Hochschulzugang nicht erreichen können. Um auch ihnen mit Lehrbüchern und Fahrkarten die Teilnahme an den Kursen zu ermöglichen, sind wir für jede Spende an den Hochschulbund dankbar.

Für ihre Unterstützung der Brückenkurse danken wir herzlich:

 

13

Feb 17

Studierende sammeln Spenden für Flüchtlinge

Der wohlige Duft von Lebkuchen, Glühwein und Nürnberger Bratwürsten lag in der Luft – Auf dem Campus der TU Braunschweig erleuchtete im Dezember ein eigener kleiner Weihnachtsmarkt die dunkle Jahreszeit von Studierenden und Mitarbeitern.

 

Foto: Marcel Kaine

 

Die Studierenden vom beteiligten Team Sandkasten der TU hatten eine großartige Idee, um weitere Menschen an dieser Weihnachtsfreude teilhaben zu lassen: Sie spendeten die Erlöse und zusätzliche Gaben an unser Projekt, um Flüchtlingen eine Studium an der TU zu ermöglichen. Wir bedanken uns für insgesamt 300 €, die die Flüchtlinge für ihre Anreise zum Kurs an der TU sehr gut gebrauchen können.

 

16

Jan 17

Besuch des BRICS an der TU

Ein Medikament, das gesund macht ohne Nebenwirkungen. Eines, das genau passt – zu mir und meiner Krankheit. Damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird, wurde 2016 der Neubau des „Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology“ (BRICS) eingeweiht. In seinen Laboren untersuchen interdisziplinäre Teams das Verhalten biologischer Systeme und entwickeln theoretische Modelle, um es vorhersagen zu können. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage, Infektionsprozesse im Detail zu verstehen und passgenaue, neue Wirkstoffe dagegen zu entwickeln.

 

 

Am 02. November 2016 öffnete der Sprecher des BRICS, Prof. Dr. Dieter Jahn, die Türen der neuen Forschungseinrichtung und gewährte Mitgliedern des Hochschulbundes außergewöhnliche Einblicke: Ultrahochauflösende Mikroskope, einzigartige Apparaturen zur Genomanalyse und die weltweit führende Datenbank zu Enzymen und Enzym-Liganden waren nur die Highlights des Rundgangs. Mit einem hochinteressanten Vortrag über die Zukunft des BRICS und die Produktion von Medikamenten rundete Prof. Jahn seine Führung ab und entließ die begeisterten Teilnehmer.

13

Dez 16

Abwechslungsreiche Mitgliederversammlung und Sitzung des Verwaltungsrats

Die Teilnehmer einer Mitgliederversammlung leiden nach der Versammlung meist an dumpfen Kopfschmerzen. Entweder sind sie angesichts der vielen Berichte in schiefer Position eingeschlafen oder sie haben tatsächlich versucht, den Ausführungen gedanklich zu folgen.

Auch die Mitgliederversammlung und Verwaltungsratssitzung des BHB am 07.12.2016 hatte naturgemäß einige Längen. Aber es gab so viel Neues und Amüsantes, dass es ein vergnüglicher Abend wurde. Ein besonderer Dank gilt dabei der TU-Projektgruppe Sandkasten, die zeigte, welch großartige Lichtinstallation durch die Förderung des BHB aus dem Projekt „Lichtparcours“ entstanden war. Zusätzlich präsentierten sie zwei Projektideen, über deren Förderung durch den BHB die Anwesenden abstimmten: Bei der Idee „Organic Beats Solar Festival“ soll ein mit regenerativer Energie gespeister Partybus für Campuspartys bereitgestellt werden, die Idee „HydroVIEL“ hat zum Zweck, auf dem Campus Abfüllstationen für kostenfreies Trinkwasser zu bauen. Mit großer Mehrheit stimmten die Anwesenden dafür, HydroVIEL zu fördern.

 

Hinten: Dr. Schmid gratuliert Prof. Vörsmann zur Ehrenmitgliedschaft
Vorne: Prof. Hesselbach und der neue Vorstandsvorsitzende Prof. Block

Die Sitzung war geprägt von vielen personellen Wechseln: Nach 10 Jahren kandidierte Prof. Dr. Peter Vörsmann nicht erneut für den Vorstandsvorsitz. In Würdigung seiner großartigen Verdienste für den Hochschulbund ernannte der Präsident Dr. Schmid ihn nach einstimmigem Votum der Anwesenden zum Ehrenmitglied des Hochschulbundes. Mit Prof. Dr. Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Braunschweig, Göttingen und Trauen, präsentierte Dr. Schmid einen hochgeschätzten Nachfolger auf diesem Posten.

Auch Frank Puller kandidierte nach vielen Jahren nicht mehr als Rechnungsprüfer. Mit Jens Bartels von der BRW AG & Co. Vermögensmanagement KG übernahm  sein Amt ein Fachmann, der die erfolgreiche Arbeit fortsetzen wird. Die anwesenden Mitglieder freuten sich zusätzlich über die neuen Verwaltungsratsmitglieder: Daniel Bresser, Geschäftsleiter des Bankhauses Löbbecke, Kai Uwe Krauel, Vorstandsvorsitzender BS|ENERGY Gruppe sowie René Laux, Leiter Geschäftsstelle des Bankhauses Löbbecke.

Auch für Prof. Hesselbach war es der wohl letzte Vortrag als Präsident der TU Braunschweig. Mit Freude, aber auch etwas Wehmut kündigte er an, dass seine Nachfolgerin voraussichtlich im April 2017 sein Amt übernehmen werde. Angesichts dieser lebendigen Sitzung blieben die meisten Mitglieder auch nach dem Ende, um sich rege auszutauschen – und das trotz des zeitgleich stattfindenden, aufregenden Fußballspiels Borussia Dortmund gegen Real Madrid.

 

24

Nov 16

Heinrich-Büssing-Preise 2016

Foto: Andreas Bormann

von  links: Prof. Dr. Philip Tinnefeld, Frank-Michael Rösch, Prof. Dr. Jens-Peter Kreiß, Dr. Jürgen Johann Schmied, Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Dr. Wolf-Michael Schmid, Dr. Marco Meyer, Prof. Dr. Anne Leucht, Dr. Oliver Unruh

Die Heinrich-Büssing-Preise 2016 erhielten:

Herr Dr. rer. nat. Marco Meyer

Titel der Dissertation: „The Autoregressive Sieve Bootstrap for Random Fields and Multivariate Stochastic Processes“

Herr Dr. Meyer hat in seiner Dissertation eine Variante des sogenannten Bootstrap-Verfahrens entscheidende weiterentwickelt. Bootstrap-Verfahren sind moderne, computerintensive statistische Methoden, die als Werkzeug in vielen Bereichen der Statistik angewandt werden, beispielsweise der Wettervorhersage. Herr Dr. Meyer weist mathematisch exakt nach, dass eine Variante dieser Methode für eine deutlich größere Klasse von zufallsbeeinflussten Größen funktioniert, als bisher bekannt war.

vorgeschlagen von Frau Prof. Dr. Anne Leucht und Herrn Prof. Dr. Jens-Peter Kreiß
Institut für Mathematische Stochastik

 

Herr Dr. rer. nat. Johann Schmied

Titel der Dissertation: “Applications of Fluorescently Labeled DNA Origami Structures”

Herr Dr. Schmied nutzt die Erbsubstanz DNA als Baukasten dafür, künstliche Strukturen aus gefalteter DNA herzustellen. Durch das Anbringen von Fluoreszenzmarkern auf diesen DNA-Strukturen entwickelt er Nanolineale, die einen genau einstellbaren Abstand zwischen den Markern aufweisen. Die Nanolineale können genutzt werden, um die neuartigen optischen Superresolution-Mikroskope auf Nanometer genau zu kalibrieren und damit beispielsweise eine Vermessung von Abständen in lebenden Zellen zu ermöglichen. Herr Dr. Schmied hat auf Basis dieser Forschung ein Unternehmen mitgegründet und vertreibt erfolgreich solche Nanolineale.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Philip Tinnefeld
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

 

Herr Dr.-Ing. Oliver Unruh

Titel der Dissertation: „Schallabstrahlcharakteristik von Platten mit inhomogener Dämpfung und komplexen Schwingungseigenformen“

Herr Dr. Unruh untersucht in seiner Dissertation die Schallabstrahlung dünnwandiger Strukturen, die eine uneinheitliche Dämpfung und komplexe Eigenschwingungsformen aufweisen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, in weit solche Eigenschwingungsformen zu verminderter oder vermehrter Schallabstrahlung führen. Mit Hilfe einer neu entwickelten Metrik weist Herr Dr. Unruh nach, dass die Komplexität der Eigenformen einen signifikanten Einfluss auf die Schallabstrahlung hat und beim Entwurf dünnwandiger Strukturen berücksichtigt werden sollten.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Michael Sinapius
Institut für Adaptronik und Funktionsintegration