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Geförderte Projekte

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Sep 16

„Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier bin“

Herr Dr. Walter Zimdahl unterstützt seit 7 Jahren über den Hochschulbund die studentische Vereinigung „ Team CDLC“ an der TU Braunschweig. Die Studenten Stefan Helm und Jonas Löhdefink kümmern sich als Mitglieder des Teams um den Kontakt zu Sponsoren und Förderern wie Herrn Dr. Zimdahl. Die drei berichten über ihr besonderes Miteinander.

 

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Jonas Löhdefink. Dr. Walter Zimdahl und Stefan Helm  mit Carolinchen VIII

 

Herr Helm, bitte erklären Sie zunächst: Wer ist das Team CDLC?
Helm: Das Team CDLC baut autonome Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10. Unser Ziel ist es, damit bei dem Carolo-Cup anzutreten, der jährlich im Februar stattfindet und von der TU Braunschweig ausgerichtet wird. Das Regelwerk des Carolo-Cups besagt, dass nur Studierende an den Fahrzeugen aktiv mitarbeiten dürfen. Das bedeutet eine große Chance für die Studierenden, weil sie sich mit solchen Themen schon in frühen Semestern auseinandersetzen können und hier schnell zu einem Aufbau kommen, der funktionsfähig ist und an dem sie ausprobieren können. Bei einem größeren Auto im Stadtverkehr sind gerade hinsichtlich der Sicherheit weitere Aspekte zu beachten. Bis man da soweit ist, dass das Auto überhaupt fahren darf, dauert es natürlich wesentlich länger.

Hinter dem Kürzel „CDLC“ steckt der lustige Teamname „crazy dancing little caroline“. Wie kam es dazu?
Helm: Der Boden, auf dem das Fahrzeug fährt, besteht aus Tanzboden. Und da das Auto gerade während der Entwicklung oft nicht das tut, was es soll, sondern auch mal verrückt hin und her fährt, kam dieser Name zustande.

Herr Dr. Zimdahl, seit der zweiten Austragung des Carolo-Cups 2009 unterstützen Sie das Team zusammen mit Ihrer Frau. Woher kommt Ihr Engagement?
Dr. Zimdahl: Meine Frau hat ihr Lehramts-Studium komplett hier in Braunschweig absolviert. Ich habe die ersten fünf Semester meines Elektrotechnik-Studiums in Braunschweig verbracht. Deshalb haben wir beide eine sehr starke emotionale Affinität zur Hochschule in Braunschweig. Hinzu kommt meine Verbundenheit speziell zu den Regelungstechnikern: In Darmstadt habe ich an dem Institut für Regelungstechnik von Prof. Dr. Winfried Oppelt promoviert. Für meine Dissertation erstellte ich dort ein 1:10-Modell eines Kfz mit automatischer Lenkung. Als Abteilungsleiter für Fahrzeugtechnik in der Forschung von Volkswagen hielt sich mein Interesse für das autonome Fahren. Und dann, nach meinem Abschied aus dem Berufsleben wollte ich noch etwas schaffen und suchte etwas, wo ich mich engagieren konnte. Dabei stieß ich auf das Team CDLC.

Wie kam der Kontakt mit dem Team zustande?
Dr. Zimdahl: Auf den zweiten Carolo-Cup bin ich durch die Zeitung aufmerksam geworden. Er wurde in der Aula im Haus der Wissenschaft veranstaltet. Meine Frau und ich haben oben auf dem Rang gesessen, um zuzugucken. Nach dem Abschluss der Veranstaltung bin ich runtergegangen und habe zu dem Team gesagt: „Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier dieser Zunft bin“. Ich habe mich als Teil dieses Teams gesehen und bin auch immer so aufgenommen worden – von den jetzigen und den vorherigen Teammitgliedern auch. Ich bin ein Freund dieses Teams geworden und unterstütze es gerade wegen seiner positiven Wirkungen auf den Nachwuchs sehr gerne.

Wie fördern Sie das Team?
Dr. Zimdahl: Zum einen überweisen meine Frau und ich in jedem Jahr an den Hochschulbund einen bestimmten Betrag, den die Studierenden für das Projekt abfordern können. Und dann laden wir das ganze Team einmal im Jahr zu einem kostenlosen Abendessen ein – vorzugsweise ins Block-House, das unser gemeinsames Stammlokal geworden ist. Dort tauschen wir uns aus und freuen uns über den persönlichen Kontakt.

Sie pflegen Ihre Gemeinschaft seit 7 Jahren. Wie schaffen Sie es, dass sich keiner von Ihnen dabei ausgenutzt, eingeengt oder überfordert fühlt?
Dr. Zimdahl: Ich würde sagen: Wir gehen sehr natürlich miteinander um. Es war zum Beispiel von Anfang kein Problem für mich, die Studenten mit „Du“ anzureden. Ich bin keiner, der oben drüber schwebt, sondern einer der dazugehört. So fühle ich mich. Und dann denke ich, dass das Verhältnis zwischen dem Team und mir ein sehr altruistisches ist. Das heißt, keiner erwartet etwas von dem Anderen. Und wenn etwas gegeben wird, muss es mit offener Hand genommen werden.

Helm: Das stimmt. Herr Dr. Zimdahl unterstützt uns, ohne uns einzuengen: Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren. Jedes Teammitglied hat einen eigenen Bereich im Projekt und möchte sich dort mit seinen Ideen einbringen. Es wäre schwierig, wenn ihm da zu viel hineingeredet werden würde.

Falls Jemand den Wunsch hegen sollte, ebenfalls eine studentische Vereinigung zu unterstützen: Wie könnte sie oder er das anfangen?
Helm: Es gibt an der TU eine Vielzahl studentischer Vereinigungen, die in einer offiziellen Liste erfasst sind. Eine interessierte Person könnte dort nach einer Vereinigung suchen, die ihren Interessen entspricht. Um die Inititative näher kennen zu lernen, könnte sie anschließend Kontakt zu ihren Vertretern aufnehmen und eventuell eines der Teamtreffen besuchen. Wollte sie die Vereinigung tatsächlich unterstützen, so sollte sie mit den Vertretern klären, in welchem Rahmen die Unterstützung geschehen kann und welche Erwartungen damit von beiden Seiten verknüpft sind.

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Aug 16

BHB fördert Ausstellungsbeitrag „Marschordnungen“

Die Bilder von Aufmärschen im ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sind wohl Jedem bekannt. Leni Riefenstahl erschuf diese Bilder der Massenrituale in ihren Filmen, den Rahmen dafür hatte ihr Albert Speer mit seinem architektonischen Entwurf des Geländes gestellt. Das NS-Regime erzeugte mit Hilfe des Geländes und seinen Bauwerken gezielt Gemeinschaftserlebnisse und –gefühle bei den Menschenmassen vor Ort, um sie für seine politischen und ideologischen Ziele zu nutzen. Zentrale Aspekte der Ereignisse und Emotionen machte Riefenstahl in ihren Filmen erfahrbar und damit anwendbar auf die ganze Bevölkerung.

 

DSC02870_klein_optFoto: Britta Scherer/Stiftung Topographie des Terrors

 

Das Institut of Media and Design des Departments Architektur der TU Braunschweig untersuchte die Frage, auf welche Weise die Architektur und die Filmkunst zu dieser Emotionalisierung beitrugen. Ihre Ergebnisse präsentiert das Institut mit Unterstützung des Braunschweigischen Hochschulbundes vom 12. April bis zum 28. August 2016 als Beitrag in der renommierten Dauerausstellung der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin. So zeigen die Wissenschaftler dort, wie die Architektur sich an dem Bild formierter und marschierender Massen orientierte, zugleich aber selber die Bewegungen der Menschenmengen durch die Bauten und Plätze organisierte. Ab September 2016 wird der „Marschordnungen“ genannte Ausstellungsbeitrag auf Reisen gehen und so auch an der TU Braunschweig zu sehen sein. Ein gleichnamiger Katalog zu dem Beitrag wird angeboten.

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Jul 16

Satelliten erleuchten Braunschweig

So mancher Braunschweiger hält zurzeit des Nachts an einer Straße – beeindruckt angesichts des vor ihm stehenden Gebildes: Der Lichtparcours 2016 ist im vollen Gange. Vom 11. Juni bis zum 22. September 2016 erleuchten 15 Lichtskulpturen die Braunschweiger Nacht. Auch die TU Braunschweig ist mit einer Installation  vertreten: Für das Institut für Architekturbezogene Kunst entwarfen die Studierenden  Thies Wacker und Christian Schad den Beitrag „Satelliten“. Ihre Aufgabe war es, für intelligente Außerirdische, die auf der Erde landen, einen Ort zu schaffen, der sie angemessen auf der Erde empfängt.

 

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Foto: Ikedichi

 

Ein Team des Instituts um Tomás Saraceno, Bernd Schulz, Göran Gallandt und viele Studierende der TU Braunschweig schuf aus dem Entwurf mit viel Enthusiasmus und ehrenamtlichem Engagement ein großartiges Kunstwerk. Drei begehbare und von innen erhellte Würfel aus Seide bieten den Eintretenden ganz besondere Sinneseindrücke aus Licht, Himmel und Wasser. Zwei der Würfel schwimmen auf der Oker und ankern an dem größten Würfel, dem „Contact“-Punkt, in dem regelmäßig Konzerte, Lesungen und Vorträge stattfinden.

Auf der Mitgliederversammlung des Hochschulbundes im November 2015 hatten die Anwesenden beschlossen, das Projekt mit Mitteln des BHB zu fördern. Im Namen des Hochschulbundes und aller Beteiligten bedanken wir uns außerdem bei dem Förderer Helmut Streiff und der Firma Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH, die durch ihre große Unterstützung die Realisierung des Vorhabens erst möglich gemacht haben.

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Mai 16

TU Bus rollt durch Braunschweig

Vielleicht haben Sie ihn bereits bemerkt: Seit einigen Wochen fährt ein Linienbus durch Braunschweig, auf dem die TU die vielfältigen Ziele darstellt, die sich mit ein Studium an der Carolo-Wilhelmina verfolgen lassen. Zusammen mit seiner Tochtergesellschaft, der Innovationsgesellschaft TU Braunschweig mbH (ITUBS), finanziert der Braunschweigische Hochschulbund das Projekt „roter Bus“.

 

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Foto: TU Braunschweig / Presse und Kommunikation

Den Bus und die auf ihm abgebildeten Studierenden können Sie mit ihren Statements auf den Seiten der Pressestelle besser kennenlernen. Und wenn das nächste Mal der Bus an Ihnen vorbeifährt, können Sie mit Recht behaupten, dass Sie daran beteiligt sind.

26

Feb 16

Spendenaktion des BHB, um geflüchteten Studierenden ein Studium an der TU Braunschweig zu ermöglichen!

Amir (Name geändert) kommt aus Syrien. Bis vor wenigen Monaten hat er in Aleppo Bauingenieurwesen studiert, war schon im 5. Semester, hatte gute Noten. Bis zuletzt hat er gehofft, seinen Bachelor-Abschluss noch machen zu können. Doch dann fielen Bomben auch auf die Stadtteile, wo sich die Universität befindet und von der großen Universität Aleppo mit einst 135.000 Studierenden blieb fast nichts übrig. So fasste Amir gemeinsam mit seinen Eltern den Entschluss, in die Türkei zu fliehen. Die Hoffnung, dort weiter studieren oder arbeiten zu können, zerschlug sich schnell. So setzte er seinen Weg fort, ging zu Fuß bis nach Griechenland und von dort aus nach Deutschland. Nach einigen Zwischenstationen lebt er jetzt in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Wolfenbüttel.

Wie Amir kamen in den vergangenen Monaten viele junge Menschen aus den Bürgerkriegs- und Krisenregionen des Nahen und Mittleren Ostens in die Region Braunschweig. Mehr als die Hälfte der Asylbewerber ist unter 25 Jahre alt und hat in der Regel eine gute Vorbildung. Viele von ihnen sind voller Tatendrang, möchten die deutsche Kultur und Sprache in sich aufnehmen und hier ein Studium beginnen oder fortsetzen.

 

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© kagemusha / Fotolia

 

So auch Amir: Er hat sich an das International Office der TU Braunschweig gewandt und nach eingehender Beratung für den Brückenkurs an der Hochschule beworben. Die TU Braunschweig bietet diesen Kurs ab dem 01. April 2016 speziell für Geflüchtete mit Hochschulzugangsberechtigung an. Die 24 Teilnehmer sollen durch einen Sprachunterricht, Einheiten in deutscher Kultur sowie akademische Grundlagen spätestens nach einem Jahr befähigt sein, ein ingenieurswissenschaftlich ausgerichtetes Studium an der TU zu beginnen oder fortzusetzen.

Die Anmeldungen für den Brückenkurs gehen weit über die Anzahl der vorhandenen Plätze hinaus. Sollte Amir nicht teilnehmen können, so möchte er gerne einen der Sprachkurse der TU besuchen. Doch er steht in beiden Fällen vor großen Herausforderungen: Amir benötigt Fahrkarten, um nach Braunschweig zu gelangen sowie Lehrbücher und Arbeitsmaterialien. Ohne weitere Unterstützung wird Amir nicht an dem Brücken- oder einem Sprachkurs teilnehmen können. Und wie Amir geht es vielen geflüchteten Studierenden in der Region Braunschweig.

Der Braunschweigische Hochschulbund hat deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Wenn Sie Amir und den anderen geflüchteten Studierenden helfen und ihnen die Teilnahme an einem Brücken- oder Sprachkurs der TU Braunschweig ermöglichen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Spende auf unserer Projektseite bei der Spendenplattform betterplace.org

oder auf das Konto:
Braunschweigischer Hochschulbund e.V.
IBAN: DE 3825 0500 0000 0170 0111
BIC: NOLA DE2H XXX
Verwendungszweck: Geflüchtete Studierende
(Bitte geben Sie Ihre Anschrift an, falls Sie eine Spendenbescheinigung benötigen)

Ganz herzlichen Dank!