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Geförderte Projekte

20

Jun 17

Hochschulbund unterstützt Spendenaktion von CSE

Der Studiengang „Computional Sciences in Engineering“ (CSE) der TU Braunschweig ist ein ganz besonderer: Mit seiner internationalen Ausrichtung zieht er nicht nur viele ausländische Studierende aus dem asiatischen Raum an, sondern bietet diesen mannigfache Unterstützung, um sich in der deutschen Kultur und speziell der Hochschulkultur wohl zu fühlen. So gibt es Grill- und Spieleabende, bei denen sich aktuelle Studierende, Alumni und Dozenten ungezwungen kennenlernen und austauschen können. Für die Studierenden sind diese Angebote oft das Zentrum ihres erfolgreichen Studiums an der TU. Damit die Veranstaltungen auch in Zukunft durchgeführt werden können, unterstützt der Hochschulbund die Organisatorinnen intensiv bei ihrer Spendenaktion auf der Plattform betterplace.

Wir freuen uns sehr über den guten Verlauf der Aktion und werden den Beteiligten weiterhin zur Seite stehen – nicht nur zum Daumendrücken.

12

Apr 17

Hochschulbund fördert den Neubau des Gewächshauses

Sie lockte jedes Jahr tausende Besucher in den Botanischen Garten der TU: Die Seerose Victoria cruziana, die weltweit zu den größten Wasserpflanzen zählt. Mit ihren über zwei Meter großen Blättern, die eine Tragkraft von bis zu 35 Kilogramm erreichen, bot sie vielen Kindern einen aufregenden Sitzplatz inmitten ihres Wasserbeckens. Erwachsene Besucher freuten sich auf die Blütennächte, in denen sie die seltene Gelegenheit erleben durften, wenn sich die Blüten der Seerose öffneten.

 

Botanischer Garten / TU Braunschweig

 

Im Frühjahr 2015 musste das Gewächshaus, in dem die Victoria-Seerose seit 58 Jahren kultiviert wird, allerdings geschlossen werden. Es wies so viele Mängel auf, dass auch eine Sanierung nicht mehr in Frage kam. Die TU plante einen Neubau, konnte diesen allerdings nicht  finanzieren. Dank rund 470.000 € von externen Förderen beginnt der Neubau in Kürze aber doch – einer der größten Förderer ist der Braunschweigische Hochschulbund.

Für die Unterstützung dabei danken wir:

25

Mrz 17

Flüchtlinge des Brückenkurses machen ihren Abschluss

Diese Eindrücke hatten nichts mit einer üblichen Abschlussfeier zu tun: In einer Präsentation über ihren Weg nach Deutschland berichteten die Flüchtlinge aus dem  Brückenkurs der TU von den Schrecken, die sie in ihren Heimatländern und bei ihrer Flucht erleben mussten. Krieg, Bomben und Tote – Dinge, die die meisten von uns glücklicherweise nur aus Erzählungen kennen. Und doch konnten die Geflüchteten mit einem guten Ende schließen: Sie dankten von ganzem Herzen den vielen Menschen, durch deren Unterstützung sie nach einem Jahr intensiven Lernens im Brückenkurs ihre Sprachzertifikate in den Händen halten. Nun können die meisten mit ihrem Studium und der Planung ihre neuen Lebens beginnen.

 

Foto: J.Vogel / TU Braunschweig

 

Der TU-Präsident Prof. Hesselbach persönlich überreichte den Teilnehmern ihre Sprachzertifikate, um die großartige Leistung von ihnen und ihren Unterstützern zu würdigen: In dem intensiven Sprachkurs des Brückenkurses erreichten alle 24 das Sprachniveau B2.2. Gleich im ersten Anlauf erhielten 17 von ihnen sogar ein DSH-Zertifikat, mit dem sie nun an deutschen Hochschulen studieren können. Da der Brückenkurs zusätzliche Workshops mit mathematischen und technischen Inhalten bot, beginnen die meisten von ihnen ein technisches Studium an der TU Braunschweig. Die übrigen werden nach einer ergänzenden Vorbereitung die DSH-Prüfung im Sommer wiederholen.

Der Bückenkurs der TU zeigt sich immer mehr als Erfolgsmodell zur Integration gut qualifizierter junger Flüchtlinge: Neben den erfolgreichen Absolventen des ersten Brückenkurses besuchen derzeit weitere 24 Teilnehmer den zweiten Brückenkurs und ab Anfang April 22 Teilnehmer den dritten Brückenkurs. Bewerber, die nicht berücksichtigt werden können, erhalten durch eine Kooperation das Angebot zur Teilnahme an ähnlichen Sprachkursen der VHS Braunschweig. Und dennoch übersteigt die Anzahl an Bewerbungen die Zahl der Kursplätze weiterhin: Viele dieser Flüchtlinge erfahren erst jetzt von den Angeboten oder steckten in Kursen, mit denen sie das erforderliche Sprachniveau für einen Hochschulzugang nicht erreichen können. Um auch ihnen mit Lehrbüchern und Fahrkarten die Teilnahme an den Kursen zu ermöglichen, sind wir für jede Spende an den Hochschulbund dankbar.

Für ihre Unterstützung der Brückenkurse danken wir herzlich:

 

16

Nov 16

Kooperation in der Flüchtlingsförderung

Was passiert eigentlich mit den Flüchtlingen in Braunschweig? Die Medien berichten zunehmend weniger über das Thema und es könnte der Eindruck entstehen, es werde kaum oder gar nichts für ihre Integration getan. Zumindest im Bereich der Geflüchteten mit Studienperspektive ist genau das Gegenteil der Fall:

 

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Hauptthema bei der Einbindung dieser besonderen Gruppe ist das zeitnahe Angebot von Sprachkursen, mit denen die Geflüchteten schnell das Sprachniveau erreichen, das sie für eine Studienzulassung benötigen. Gewöhnliche Sprachkurse für Flüchtlinge ermächtigen die Teilnehmer innerhalb eines Jahres nur dazu, sich gut in der Alltagssprache zurecht zu finden.

Aus diesem Grund bietet die TU Braunschweig mit Unterstützung des Hochschulbundes seit Anfang 2016  Brücken- und Sprachkurse speziell für Flüchtlinge an. Die Nachfrage überstieg die vorhandenen 60 Plätze aber bei weitem. Deshalb taten sich im August 2016 die TU Braunschweig, die VHS Braunschweig, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost, die Bürgerstiftung Braunschweig und der BHB zusammen. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen schufen sie seit Oktober 2016 weitere Sprachkurse für 50 Geflüchtete mit Studienperspektive. Und zusätzliche Kurse sind oder werden beantragt. Der Hochschulbund wird in diesem Rahmen unter anderem Fahrkarten für Geflüchtete zur Verfügung stellen, die außerhalb Braunschweigs untergebracht sind und zum Sprachkurs anreisen müssen. Wir freuen uns deshalb über jede Unterstützung.

19

Sep 16

„Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier bin“

Herr Dr. Walter Zimdahl unterstützt seit 7 Jahren über den Hochschulbund die studentische Vereinigung „ Team CDLC“ an der TU Braunschweig. Die Studenten Stefan Helm und Jonas Löhdefink kümmern sich als Mitglieder des Teams um den Kontakt zu Sponsoren und Förderern wie Herrn Dr. Zimdahl. Die drei berichten über ihr besonderes Miteinander.

 

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Jonas Löhdefink. Dr. Walter Zimdahl und Stefan Helm  mit Carolinchen VIII

 

Herr Helm, bitte erklären Sie zunächst: Wer ist das Team CDLC?
Helm: Das Team CDLC baut autonome Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10. Unser Ziel ist es, damit bei dem Carolo-Cup anzutreten, der jährlich im Februar stattfindet und von der TU Braunschweig ausgerichtet wird. Das Regelwerk des Carolo-Cups besagt, dass nur Studierende an den Fahrzeugen aktiv mitarbeiten dürfen. Das bedeutet eine große Chance für die Studierenden, weil sie sich mit solchen Themen schon in frühen Semestern auseinandersetzen können und hier schnell zu einem Aufbau kommen, der funktionsfähig ist und an dem sie ausprobieren können. Bei einem größeren Auto im Stadtverkehr sind gerade hinsichtlich der Sicherheit weitere Aspekte zu beachten. Bis man da soweit ist, dass das Auto überhaupt fahren darf, dauert es natürlich wesentlich länger.

Hinter dem Kürzel „CDLC“ steckt der lustige Teamname „crazy dancing little caroline“. Wie kam es dazu?
Helm: Der Boden, auf dem das Fahrzeug fährt, besteht aus Tanzboden. Und da das Auto gerade während der Entwicklung oft nicht das tut, was es soll, sondern auch mal verrückt hin und her fährt, kam dieser Name zustande.

Herr Dr. Zimdahl, seit der zweiten Austragung des Carolo-Cups 2009 unterstützen Sie das Team zusammen mit Ihrer Frau. Woher kommt Ihr Engagement?
Dr. Zimdahl: Meine Frau hat ihr Lehramts-Studium komplett hier in Braunschweig absolviert. Ich habe die ersten fünf Semester meines Elektrotechnik-Studiums in Braunschweig verbracht. Deshalb haben wir beide eine sehr starke emotionale Affinität zur Hochschule in Braunschweig. Hinzu kommt meine Verbundenheit speziell zu den Regelungstechnikern: In Darmstadt habe ich an dem Institut für Regelungstechnik von Prof. Dr. Winfried Oppelt promoviert. Für meine Dissertation erstellte ich dort ein 1:10-Modell eines Kfz mit automatischer Lenkung. Als Abteilungsleiter für Fahrzeugtechnik in der Forschung von Volkswagen hielt sich mein Interesse für das autonome Fahren. Und dann, nach meinem Abschied aus dem Berufsleben wollte ich noch etwas schaffen und suchte etwas, wo ich mich engagieren konnte. Dabei stieß ich auf das Team CDLC.

Wie kam der Kontakt mit dem Team zustande?
Dr. Zimdahl: Auf den zweiten Carolo-Cup bin ich durch die Zeitung aufmerksam geworden. Er wurde in der Aula im Haus der Wissenschaft veranstaltet. Meine Frau und ich haben oben auf dem Rang gesessen, um zuzugucken. Nach dem Abschluss der Veranstaltung bin ich runtergegangen und habe zu dem Team gesagt: „Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier dieser Zunft bin“. Ich habe mich als Teil dieses Teams gesehen und bin auch immer so aufgenommen worden – von den jetzigen und den vorherigen Teammitgliedern auch. Ich bin ein Freund dieses Teams geworden und unterstütze es gerade wegen seiner positiven Wirkungen auf den Nachwuchs sehr gerne.

Wie fördern Sie das Team?
Dr. Zimdahl: Zum einen überweisen meine Frau und ich in jedem Jahr an den Hochschulbund einen bestimmten Betrag, den die Studierenden für das Projekt abfordern können. Und dann laden wir das ganze Team einmal im Jahr zu einem kostenlosen Abendessen ein – vorzugsweise ins Block-House, das unser gemeinsames Stammlokal geworden ist. Dort tauschen wir uns aus und freuen uns über den persönlichen Kontakt.

Sie pflegen Ihre Gemeinschaft seit 7 Jahren. Wie schaffen Sie es, dass sich keiner von Ihnen dabei ausgenutzt, eingeengt oder überfordert fühlt?
Dr. Zimdahl: Ich würde sagen: Wir gehen sehr natürlich miteinander um. Es war zum Beispiel von Anfang kein Problem für mich, die Studenten mit „Du“ anzureden. Ich bin keiner, der oben drüber schwebt, sondern einer der dazugehört. So fühle ich mich. Und dann denke ich, dass das Verhältnis zwischen dem Team und mir ein sehr altruistisches ist. Das heißt, keiner erwartet etwas von dem Anderen. Und wenn etwas gegeben wird, muss es mit offener Hand genommen werden.

Helm: Das stimmt. Herr Dr. Zimdahl unterstützt uns, ohne uns einzuengen: Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren. Jedes Teammitglied hat einen eigenen Bereich im Projekt und möchte sich dort mit seinen Ideen einbringen. Es wäre schwierig, wenn ihm da zu viel hineingeredet werden würde.

Falls Jemand den Wunsch hegen sollte, ebenfalls eine studentische Vereinigung zu unterstützen: Wie könnte sie oder er das anfangen?
Helm: Es gibt an der TU eine Vielzahl studentischer Vereinigungen, die in einer offiziellen Liste erfasst sind. Eine interessierte Person könnte dort nach einer Vereinigung suchen, die ihren Interessen entspricht. Um die Inititative näher kennen zu lernen, könnte sie anschließend Kontakt zu ihren Vertretern aufnehmen und eventuell eines der Teamtreffen besuchen. Wollte sie die Vereinigung tatsächlich unterstützen, so sollte sie mit den Vertretern klären, in welchem Rahmen die Unterstützung geschehen kann und welche Erwartungen damit von beiden Seiten verknüpft sind.