Führungen und Verleihungen | Braunschweigischer Hochschulbund
Image Image Image Image Image

Führungen und Verleihungen

19

Nov 17

Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2017

„Und Sie sind nach London gegangen?“ „Ja, das musste ich leider. Es gibt in der biologischen Forschung zu wenige Stellen für junge Doktorinnen“. Es war ein unerwarteter Moment: Gleich würde Dr. Jeanine Rismondo für ihre Dissertation mit dem Heinrich-Büssing-Preis 2017 ausgezeichnet werden und berichtete dennoch von den Nöten als Nachwuchsforscherin. Wissenschaftler kennen das Phänomen: Nur jeder Fünfte der frischen Doktorinnen und Doktoren findet in Deutschland eine Stelle an einer Hochschule. Und das, nachdem sie oder er sich durch eine Promotion gekämpft hat, die nur ein Drittel der Promovenden erfolgreich abschließt.

 

Fotos: Andreas Bormann

Seit 20 Jahren bildet der Heinrich-Büssing-Preis für Nachwuchswissenschaftler ein Licht in diesem Dunkel, imdem er ihnen die große Bedeutung ihrer Mühen zeigt. 74 herausragende Promovenden und Habilitanden der TU Braunschweig ehrten der Hochschulbund und seine Stiftung in diesen Jahren mit dem Preis und einem Preisgeld von über 300.000 €. Die Preisträger des Jahres 2017 hatten Großartiges geleistet: Dr. Jeanine Rismondo legte die Basis, um einen bisher resistenten Krankheitserreger mit Penicillin behandeln zu können, Prof. Martin Hibbeln entwickelte ein Modell zur genaueren Bewertung von Risiken wie Naturkatastrophen und Dr. Daniel Schröder erforschte eine aufladbare Knopfzellen-Batterie, die den Trägern von Hörgeräten große Entlastung verspricht. Im Jubiläumsjahr des Preises fand die Verleihung bei der Öffentlichen Versicherung Braunschweig statt. Als eine der Stifterinnen des Preises bot sie als Gastgeberin einen großartigen Rahmen für die Veranstaltung.

 

 

Rund 160 Gäste waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt VW Digitialisierungschef Johann Jungwirth, der als Festredner des Abends eine Hommage auf die technische Entwicklung und ihre Vorteile für den Menschen hielt.

 


 

Nach einer Vorstellung durch Moderator Dr. Lutz Tantow ging es dann für die Preisträger auf die Bühne: Sie erhielten die Heinrich-Büssing-Preise 2017 mit ein Preisgeld von 5.000 €, einem von der Galerie Jaeschke gestifteten Bild sowie einer von Stephan Körber gestifteten Büssing-Büste.

 

 

Bei einem köstlichen Imbiss endete eine Verleihung, die auch in ihrem Jubiläumsjahr den Preisträgern und Jungwissenschaftlern im Publikum zeigte, wieviel Anerkennung ihre Arbeit genießt und welch große Dankbarkeit man ihnen für ihre Mühen entgegenbringt. So trägt der Preis hoffentlich dazu bei, sie trotz aller schwierigen Momente in der Forschung zu halten.

 

 

Für ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei Herrn Stephan Körber sowie

31

Mai 17

Führung durch die Open Hybrid LabFactory

Viele Köche verderben den Brei – so heißt es. Vielleicht entsteht im Zusammen aber auch erst etwas, das anders ist als der übliche Einheitsbrei. Diesem Gedanken folgt die Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg: In dem Zentrum forschen auf 10.000 m² verschiedene Einrichtungen der öffentlichen Hand gemeinsam mit Unternehmen der Privatwirtschaft an der besseren Herstellung hybrider Leichtbaukomponenten aus Metallen, Kunststoffen und textilen Strukturen. Die TU Braunschweig ist mit mehreren ihrer Institute eingebunden. Markus Kühn vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, der zugleich eine Abteilung in der LabFactory leitet, führte am 15. Mai Mitglieder des Hochschulbundes durch den Forschungsneubau.

 

Foto: OHLF / Detlev Wecke Photodesign

 

Die Mitglieder waren erstaunt, dass die LabFactory in ihrem Inneren an vielen Stellen noch einer Baustelle gleicht, obwohl sie offiziell bereits am 30.06.2016 fertiggestellt wurde. „Das wird auch so bleiben“ erklärte Kühn. In dem Zentrum würden zeitgleich verschiedene Akteure an einer Vielzahl von Themenfeldern aus dem hybriden Leichtbau forschen. Nach Beendigung eines Experiments werde der Platz durch eine andere Forschergruppe genutzt, die meistens andere Geräte brauche. So seien abgesehen von den Großforschungsgeräten wie der 350 Tonnen schweren Hybridspritzgusspresse die Aufbauten ständig im Wandel. Im Namen aller Teilnehmer bedanken wir uns für spannende Einblicke in diese außergewöhnliche und vielfältige Einrichtung.

16

Jan 17

Besuch des BRICS an der TU

Ein Medikament, das gesund macht ohne Nebenwirkungen. Eines, das genau passt – zu mir und meiner Krankheit. Damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird, wurde 2016 der Neubau des „Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology“ (BRICS) eingeweiht. In seinen Laboren untersuchen interdisziplinäre Teams das Verhalten biologischer Systeme und entwickeln theoretische Modelle, um es vorhersagen zu können. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage, Infektionsprozesse im Detail zu verstehen und passgenaue, neue Wirkstoffe dagegen zu entwickeln.

 

 

Am 02. November 2016 öffnete der Sprecher des BRICS, Prof. Dr. Dieter Jahn, die Türen der neuen Forschungseinrichtung und gewährte Mitgliedern des Hochschulbundes außergewöhnliche Einblicke: Ultrahochauflösende Mikroskope, einzigartige Apparaturen zur Genomanalyse und die weltweit führende Datenbank zu Enzymen und Enzym-Liganden waren nur die Highlights des Rundgangs. Mit einem hochinteressanten Vortrag über die Zukunft des BRICS und die Produktion von Medikamenten rundete Prof. Jahn seine Führung ab und entließ die begeisterten Teilnehmer.

24

Nov 16

Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2016

Was haben ein Heimspiel von Eintracht Braunschweig und die Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2016 gemeinsam? Beide fanden am Abend des 17. Oktober 2016 statt und stellten so manchen vor die Entscheidung, wo er denn hingehen solle. Und obwohl die Eintracht 1:0 gewann, dürfte die Entscheidung für die höchst gelungene Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise für die meisten wohl die bessere Wahl gewesen sein.

 

Fotos: Andreas Bormann

Großartiger Gastgeber war die BBR Verkehrstechnik GmbH, die als Entwickler von Lösungen für den Schienenverkehr in den Fußstapfen von Heinrich Büssing steht. Mit ihren modernen Räumen, ihren engagiertem Personal und kulinarischen Köstlichkeiten bot sie einen äußerst würdigen Rahmen für die Preisverleihung.

 

Festredner des Abends war Prof. Dr. Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Braunschweig, Göttingen, Stade, Bremen, Hamburg und Trauen. In einem interessanten Vortrag zeichnete er nach, wie Braunschweig zu der erfolgreichen Wissenschaftsstadt von heute geworden ist und solche herausragenden Büssing-Preisträger hervorbringt.

 

Nach dem Festredner betraten die Preisträger Dr. Marco Meyer, Dr. Jürgen Johann Schmied und Dr. Oliver Unruh die Bühne: Gemeinsam mit Moderator Dr. Lutz Tantow machten sie sich an die schwierige Aufgabe, den Inhalt von komplexen Dissertationen wie „The Autoregressive Sieve Bootstrap for Random Fields and Multivariate Stochastic Processes“ in wenigen Sätzen für Laien verständlich darzustellen.

 

Nach dieser letzten Hürde konnten Dr. Unruh, Dr. Meyer, Dr. Schmied (von links auf dem Foto) endlich ihre Heinrich-Büssing-Preise 2016 entgegennehmen: Sie freuten sich jeweils über ein Preisgeld von 5000 €, eine von Herrn Stephan Körber gestiftete Büssing-Büste sowie ein von der Galerie Jaeschke gestiftetes Bild.

 

Der TU-Präsident Prof. Dr. Jürgen Hesselbach beschloss den Festakt. Da dies voraussichtlich seine letzte Büssing-Verleihung in diesem Amt sein werde, nutzte er die Gelegenheit, um den großen Wert des Preises für die Wissenschaft an der TU Braunschweig zu betonen – auch für die Zukunft.

 

Bei einem herausragenden Buffett mit Begleitmusik vom Jazz-Pianisten Andreas Köcher endete die großartige Preisverleihung.

 

Für ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich bei Herrn Stephan Körber sowie

10

Nov 16

Erleuchtung auf der Oker

Die Gekommenen trauten ihren Ohren nicht: Alle Seidenplanen für die Lichtinstallation der TU Braunschweig waren mit einer einzigen Nähmaschine entstanden. Staunend lauschten die Mitglieder des BHB dem Organisator Göran Gallandt, der die mühsame Handarbeit schilderte, durch die in zahlreichen Stunden die Stahlrahmen, Flöße und Seidenwürfel entstanden, die beim TU-Beitrag „Satelliten“ zum Lichtparcours 2016 zusammenkamen.

 

20160906_221231_hdr_bearbeitet_opt

 

Göran Gallandt, Bernd Schulz und Christian Schad vom Institut für Architekturbezogene Kunst empfingen am späten Abend des 6. September 2016 die BHB-Mitglieder im größten der drei Lichtwürfel an der Oker. Im Inneren des 6 Meter hohen, von innen beleuchteten Würfels gab es eine ruhige, fast feierliche Stimmung, die sofort auf Alle überging. Damit sollte es aber nicht enden. Die Gastgeber zogen einen der kleineren, auf der Oker schwimmenden Würfel an den Anleger und ließen ihre Gäste einsteigen. Gehalten von Stahlseilen trieb das Floß zurück auf die Oker. Beim Treiben in der Dunkelheit inmitten des Lichtwürfels konnte der Eindruck entstehen, man schwebe in einer Kapsel mitten im Weltall.

Am 22. September endete der Lichtparcours 2016. Ganz zur Freude seiner Erbauer und dem BHB als Unterstützer des Projekts entschloss sich die TU Braunschweig, Teile der Installation auch nach dieser Zeit zu erhalten. Der große Kubus hatte sich mehrfach als großartiger Veranstaltungsort bewährt und soll in dieser Funktion erhalten bleiben. Dafür wird sein Stahlgerüst weitergenutzt, die Plane gegen eine wetterfeste Variante ausgetauscht. So kann das Erbe dieser  Lichtinstallation auch zukünftig noch für spannende Eindrücke sorgen.