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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

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Dez 17

Die neue Heimat des Hochschulbundes

„Dreimal umziehen ist so schlimm wie ein mal abbrennen“ sagte einst Benjamin Franklin und er hatte recht: 14 Jahre lang hatte die Geschäftsstelle des Hochschulbundes in der Geysostraße 7 gesessen und vieles verwahrt, das nicht mit umziehen sollte. Über die gut erhaltenen Tische und Stühle freuten sich der ASTA und ein Zeichensaal der TU Braunschweig, der Rest füllte einen kleinen Container.

 

 

Am 30. Oktober bezog der Hochschulbund seine neuen Räume in der zweiten Etage der der Abt-Jerusalem-Straße 6. Hier sitzt er sogar noch näher an der Uni als vorher: Den Campus erreicht man in einer Minute und einige Abteilungen der Hochschule befinden sich sogar unter demselben Dach. Trotz vieler Bemühungen hat die Post noch ihre Schwierigkeiten, Briefe an den Hochschulbund und seine Stiftung an die neue Adresse zuzustellen. Bitte haben Sie deshalb etwas Geduld. Und auch, wenn noch nicht alle Kartons ausgepackt sind – der Hochschulbund hat ein neues Heim.

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Nov 17

Heinrich-Büssing-Preise 2017

Foto: Andreas Bormann

Hochschulbund-Präsident Dr. Wolf-Michel Schmid, Universitätspräsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Preisträger Dr. Daniel Schröder, Knud Maywald für den Vorstand der Öffentlichen Versicherung, Doktormutter Prof. Ulrike Krewer, Preisträgerin Dr. Jeanine Rismondo, Doktorvater Prof. Marc Gürtler, Preisträger Prof. Martin Hibbeln, Doktorvater PD Dr. Sven Halbedel

 

Die Heinrich-Büssing-Preise 2017 erhielten:

Herr Prof. Dr. Martin Thomas Hibbeln

Titel der Habilitation: „Risk Assessment and Risk Transfer in Financial Institutions“

Herr Prof. Dr. Hibbeln beschäftigt sich in seiner Habilitation mit der Beurteilung und dem Transfer von Risiken in Finanzinstitutionen. Zwei Innovationen ragen dabei heraus: Zum einen konnte Herr Prof. Dr. Hibbeln nachweisen, dass die bisher in Wissenschaft und Praxis verwendeten Verfahren zur Prognose zukünftiger Kredit-Verluste zu fehlerhaften Schätzungen führen können. Auf theoretischer Basis entwickelte er ein neues Schätzmodell, das diesen Verzerrungen nicht unterliegt, und wies dessen Korrektheit in einer empirischen Studie mit realen Bankdaten nach. Zum anderen widmete er sich der Schadensregulierung bei extremen Naturkatastrophen, wie beispielsweise Hurricane Katrina im Jahr 2005. Herr Prof. Dr. Hibbeln untersuchte den Preisanstieg von Material und Arbeitskräften im Nachgang von Naturkatastrophen aufgrund eines entsprechenden Nachfrageschubs. Als erster Forscher entwickelte er eine mathematisch exakte Definition und konnte damit relevante physikalische und ökonomische Einflussfaktoren für den Nachfrageschub identifizieren. Auf dieser Basis schuf er schließlich ein Modell zur Quantifizierung dieses Schubs, das er empirisch bestätigen konnte und das mittlerweile von dem weltweit führenden US-amerikanischen Modellierer von Katastrophenrisiken eingesetzt wird.

vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Marc Gürtler
Institut für Finanzwirtschaft

 

Frau Dr. rer. nat. Jeanine Rismondo

Titel der Dissertation: „Einfluss des GpsB-Proteins auf die Zellwandsynthese, die Zellteilung und die Virulenz von Listeria monocytogenes“

Frau Dr. Rismondo beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit dem Keim Listeria monocytogenes, der Lebensmittelvergiftungen verursacht und bisher gegen die Behandlung mit Penicillin resistent war. Schwerpunkt ihrer Untersuchungen waren Eiweiße, die die Zellteilung und die damit verbundene Zellbandbiosynthese kontrollieren. Dabei gewann sie wesentliche neue Erkenntnisse zu den beteiligten Enzymen, deren Zusammenspiel und ihrer möglichen Kontrolle. Auf Basis ihrer Ergebnisse ist es möglich,  Antibiotika gezielt zu optimieren, sodass der Krankheitserreger damit zukünftig erfolgreich behandelt werden kann.

vorgeschlagen von Herrn PD Dr. Sven Halbedel
Robert Koch Institut / Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig

 

Herr Dr.-Ing. Daniel Schröder

Titel der Dissertation: “Analysis of Reaction and Transport Processes in Zinc Air Batteries”

Herr Dr. Schröder hat sich im Rahmen seiner Promotionsarbeit mit der Elektrochemie, sowie den Reaktions- und Transportprozessen in Zink-Luftzellen-Batterien beschäftigt, die beispielsweise in üblichen Hörgeräten eingesetzt werden. Über experimentelle und simulative Methoden konnte er die Abläufe in diesen Batterien beim Betrieb nachweisen und Einflussfaktoren wie Sauerstoffgehalt der Umgebung, Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit identifizieren. Damit legte er die Grundlagen für ein neues Elektrodendesign, das auf Dauer stabile und leistungsfähige Zellen erlaubt sowie für aufladbare Zn-Elektroden. Die international beachtete Arbeit weckt damit große Hoffnungen, das Leben von Hörgeräteträgern zukünftig spürbar zu entlasten.

vorgeschlagen von Frau Prof. Dr. Ulrike Krewer
Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik

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Nov 17

Verleihung der Heinrich-Büssing-Preise 2017

„Und Sie sind nach London gegangen?“ „Ja, das musste ich leider. Es gibt in der biologischen Forschung zu wenige Stellen für junge Doktorinnen“. Es war ein unerwarteter Moment: Gleich würde Dr. Jeanine Rismondo für ihre Dissertation mit dem Heinrich-Büssing-Preis 2017 ausgezeichnet werden und berichtete dennoch von den Nöten als Nachwuchsforscherin. Wissenschaftler kennen das Phänomen: Nur jeder Fünfte der frischen Doktorinnen und Doktoren findet in Deutschland eine Stelle an einer Hochschule. Und das, nachdem sie oder er sich durch eine Promotion gekämpft hat, die nur ein Drittel der Promovenden erfolgreich abschließt.

 

Fotos: Andreas Bormann

Seit 20 Jahren bildet der Heinrich-Büssing-Preis für Nachwuchswissenschaftler ein Licht in diesem Dunkel, imdem er ihnen die große Bedeutung ihrer Mühen zeigt. 74 herausragende Promovenden und Habilitanden der TU Braunschweig ehrten der Hochschulbund und seine Stiftung in diesen Jahren mit dem Preis und einem Preisgeld von über 300.000 €. Die Preisträger des Jahres 2017 hatten Großartiges geleistet: Dr. Jeanine Rismondo legte die Basis, um einen bisher resistenten Krankheitserreger mit Penicillin behandeln zu können, Prof. Martin Hibbeln entwickelte ein Modell zur genaueren Bewertung von Risiken wie Naturkatastrophen und Dr. Daniel Schröder erforschte eine aufladbare Knopfzellen-Batterie, die den Trägern von Hörgeräten große Entlastung verspricht. Im Jubiläumsjahr des Preises fand die Verleihung bei der Öffentlichen Versicherung Braunschweig statt. Als eine der Stifterinnen des Preises bot sie als Gastgeberin einen großartigen Rahmen für die Veranstaltung.

 

 

Rund 160 Gäste waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt VW Digitialisierungschef Johann Jungwirth, der als Festredner des Abends eine Hommage auf die technische Entwicklung und ihre Vorteile für den Menschen hielt.

 


 

Nach einer Vorstellung durch Moderator Dr. Lutz Tantow ging es dann für die Preisträger auf die Bühne: Sie erhielten die Heinrich-Büssing-Preise 2017 mit ein Preisgeld von 5.000 €, einem von der Galerie Jaeschke gestifteten Bild sowie einer von Stephan Körber gestifteten Büssing-Büste.

 

 

Bei einem köstlichen Imbiss endete eine Verleihung, die auch in ihrem Jubiläumsjahr den Preisträgern und Jungwissenschaftlern im Publikum zeigte, wieviel Anerkennung ihre Arbeit genießt und welch große Dankbarkeit man ihnen für ihre Mühen entgegenbringt. So trägt der Preis hoffentlich dazu bei, sie trotz aller schwierigen Momente in der Forschung zu halten.

 

 

Für ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei Herrn Stephan Körber sowie

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Okt 17

Die Geschäftsstelle zieht um

14 Jahre lang hieß die Adresse des Braunschweigischen Hochschulbundes: Geysostraße 7. Es waren schöne Räumlichkeiten in großartiger Lage – in 5 Minuten erreichten wir die wichtigsten Abteilungen der TU Braunschweig, mit denen wir beispielsweise wegen geförderter Projekte viel Austausch pflegen. Bis vor 2 Jahren nutzten wir die Räume gemeinsam mit der Tochtergesellschaft des Hochschulbundes, der ITUBS mbH, die nach einem Wachstumsschub aber mehr Platz brauchte und neue Büros im Wilhelmsgarten bezog. Der Hochschulbund alleine konnte in der Folgezeit den Platz selten ausfüllen und der Vorstand begann die langwierige Suche nach neuen Büros.

 

 

In diesem Jahr wurde er dank der Unterstützung des TU-Präsidiums fündig. Die neue Adresse des Hochschulbundes wird lauten: Abt-Jerusalem-Straße 6. Verglichen mit der Geysostraße 7 liegt das Gebäude sogar noch näher an der TU. Den TU-Campus erreichen wir nun in einer Minute und einige Abteilungen der TU sitzen sogar unter einem Dach mit uns. Vor der Freude über die neuen Büros steht nun noch der Umzug: Renovierung der alten Räumlichkeiten, Packen, Transport und Einzug. Am 30. Oktober kommt der Möbeltransporter…

 

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Sep 17

Nachbau des berühmten Philae Landers gefördert

Es war eines der beeindruckendsten Ereignisse im Jahr 2014: Nach 10 Jahren Flugzeit erreichte die Raumsonde Rosetta den Kometen 67P/C-G, auf dem sie ihren Lander namens Philae absetzte. Es war das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass dieses Manöver erfolgreich gelang.

Mittels Philae gelang es Wissenschaftlern, über eine Entfernung von rund 510 Millionen Kilometer den Kometen über 7 Monate lang zu erforschen und wichtige Erkenntnisse für das Verständnis von der Entstehung des Sonnensystems zu gewinnen. Die Forschungsmission steht heute als ein Sinnbild für die erstaunlichen Leistungen, die die derzeitige Wissenschaft hervorbringen kann.

 

 

An der Mission und der Entwicklung von Philae waren maßgeblich mehrere Institute der TU Braunschweig aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie das DLR Braunschweig beteiligt. Um die Stärke des Forschungsclusters Luft- und Raumfahrt am Forschungsflughafen Braunschweig und speziell der dort beheimateten TU-Institute besser sichtbar zu machen, baute die TU mit Unterstützung des Braunschweigischen Hochschulbundes nun ein Modell von Philae im Maßstab 1:1. Als Leihgabe ist es seit dem 25. August 2017 im Lilienthalhaus am Forschungsflughafen zu sehen.

Für die Förderung des Baus bedanken wir uns bei: