Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig | Braunschweigischer Hochschulbund
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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

26

Okt 18

Der Braunschweigische Hochschulbund wird 100 Jahre alt!

Die Idee imponierte dem Rektor der Herzoglich Technischen Hochschule zu Braunschweig Prof. Heinrich Timerding: Im Jahr 1917 hatte die Universität Göttingen einen Universitätsbund gegründet, der die Hochschule bei ihrem Überlebungskampf in den schwierigen Kriegszeiten unterstützen sollte.

Denn auch die Hochschulen litten zunehmend unter dem Ersten Weltkrieg, für den der Staat unablässig Menschen und Ressourcen an die Front beorderte: An der Hochschule in Braunschweig fehlten so dringend benötigte staatliche Mittel und der Kriegsdienst vieler Studierender und Wissenschaftler führte zu einem stark eingeschränkten Betrieb – letztlich sogar zur Überlegung der Regierung, die Herzoglich Technischen Hochschule generell zu schließen, um die totale Mobilmachung von Industrie und Gesellschaft zu erleichtern. Im Dezember 1917 berichtete Prof. Timerding seinem Senat vom Universitätsbund in Göttingen und schlug vor, die eigene Hochschule durch einen ähnlichen Bund zu unterstützen. Der Senat begrüßte die Idee und beauftragte umgehend einen Gründungsausschuss mit den entsprechenden Vorbereitungen.

 

Das Gründungsprotokoll (Foto: TU Braunschweig/Universitätsbibliothek/UABS_A-I-24_50)

 

Am 3. März 1918 um Viertel vor zwölf fand die Arbeit des Ausschusses ihren Abschluss: Prof. Timerding begrüßte zur Gründungsversammlung in Zimmer 8 der Herzoglich Technischen Hochschule zehn Personen: Fünf Professoren der Hochschule wie den Prorektor Prof. Wilhelm Schlink, Vertreter der aktuellen und ehemaligen Studierenden wie den Ingenieur und Direktor der Braunschweiger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft Ernst Salfeld sowie Vertreter der Wirtschaft. Auch Max Büssing, der zusammen mit seinem Vater die Hochschule erst wieder im März 1917 mit 31.000 Mark unterstützt hatte, war als Unternehmer eingeladen. Er begrüßte die Gründung des Hochschulbundes ausdrücklich, konnte zu seinem Bedauern aber nicht teilnehmen. Am 3. März 1918 hoben die anwesenden elf Personen erwartungsfroh den Braunschweigischen Hochschulbund aus der Taufe. Mit dem Universitätsbund Göttingen bildete er ein Vorbild für viele deutsche Hochschulen, die in den Folgejahren ähnliche Gesellschaften gründeten.

Die von den Gründern in der Vereinssatzung des Hochschulbundes festlegten Ziele bestimmen auch heute noch seine Arbeit: „Der Braunschweigische Hochschulbund, Verein mit dem Sitz in Braunschweig, hat den Zweck, die gegenwärtigen und ehemaligen Angehörigen der Herzoglich Technischen Hochschule in Braunschweig mit ihren sonstigen Freunden und Gönnern zu einem allseitig anregenden und die gegenseitigen Beziehungen fördernden Verbande zusammenzuschließen, die Einrichtungen der Hochschule zu entwickeln und ihren Wirkungsbereich auszudehnen.“ Der Mitgliedsbeitrag betrug jährlich 3 Mark und konnte durch einen einmaligen Beitrag von 100 Mark abgelöst werden. Personen, die mindestens 1000 Mark an den Hochschulbund spendeten, galten als seine Förderer und erhielten eine lebenslange Mitgliedschaft.

Heinrich Büssing übernahm im ersten Verwaltungsrat mit Freuden einen Sitz für Wirtschaftsvertreter. Weitere Sitze gingen an den Direktor der Braunschweigischen Bank- und Kreditanstalt August Tebbenjohannes sowie den Direktor der Maschinenfabrik Amme, Giesecke & Konegen AG. Den Vorsitz des ersten Vorstands erhielt Prof. Timerding, der den Aufbau des Hochschulbundes auch nach seiner Amtszeit als Rektor vorantrieb.

27

Sep 18

Die Heinrich-Büssing-Preise 2018 gehen an…

Wir freuen uns im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Hochschulbundes am 28. November 2018 die Heinrich-Büssing-Preise 2018 an drei großartige Nachwuchswissenschaftler der TU Braunschweig vergeben zu dürfen:

 

Jeder der Preisträger erhält eine von Herrn Stephan Körber gestiftete Büste Heinrich Büssings. (Foto: Andreas Bormann)

 

Herr Prof. Dr. Marlin Ulmer hat in seiner Dissertation Lernverfahren für Maschinen entwickelt, durch die Navigationsgeräte flexibler auf veränderte Situationen reagieren können. Frau Dr.-Ing. Antonia Dannheim hat ein gentechnisches Verfahren mit Stämmen der Gattung Bacillus entwickelt, um Bestandteile vieler Medikamente wesentlich kostengünstiger herzustellen zu können. Und Herr Dr.-Ing. Gunther Wilke hat mathematische Modelle geschaffen, mit denen der Berechnungsaufwand für die sehr komplexe Optimierung von Hubschrauber-Rotorblättern massiv gesenkt wird.

 

08

Aug 18

Integrationserfolge in Brückenkursen

Zuwanderungs- und Integrationsfragen spalten zurzeit das Land wie kaum ein anderes Thema. Da tut es gut, sich Beispiele gelungener Integrationsangebote wie die Brückenkurse für Geflüchtete an der TU Braunschweig anzusehen, die der Hochschulbund intensiv unterstützt.

Aktuell kann der Hochschulbund die Teilnehmer dank allen Spendern mit Lehrbüchern und einem Workshop zum Umgang mit psychischen Extremsituationen unterstützen.

 

Foto: Sara Smalla / TU Braunschweig

 

Am 21. Juni trafen sich aktuelle und ehemalige Kursteilnehmer, Dozenten, Organisatoren und Unterstützer der Brückenkurse, um den Abschluss des dritten (Foto) und den Start des vierten Brückenkurses zu feiern. Dank der einjährigen Kurse haben es bisher über 60 Flüchtlinge geschafft, die Hochschul-Zugangsberechtigung zu erwer-ben. Die meisten von ihnen studieren ein technisches Fach an der TU Braunschweig und viele von ihnen sind ehrenamtlich in interkulturellen Projekten aktiv. So erhielt kürzlich ein ehemaliger Teilnehmer für sein Engagement in einem Stadtteilprojekt der Diakonie einen Förderpreis.

31

Jul 18

Fördertöpfe für das Sandkasten-Projekt

Das Projekt „Sandkasten – Gestalte deinen Campus“ ist zu einer festen Einrichtung an der TU Braunschweig geworden. Seit 2014 motivieren und unterstützen seine Projektmitglieder die Studierenden der Hochschule, ihren Campus zu einem lebenswerteren Ort zu machen. So haben sie gemeinsam Palettenbänke für den Forumsplatz hergestellt oder einen Benefiz-Weihnachtsmarkt an der Uni veranstaltet. Der Hochschulbund unterstützte bereits mehrfach Vorhaben des Sandkastens – nun wird die Zusammenarbeit noch enger:

 

Screenshot Fördertöpfe

 

Der Hochschulbund freut sich, seit kurzem spezielle Fördertöpfe für das Projekt Sandkasten anzubieten: Unternehmen und Privatpersonen können beim Hochschulbund Fördertöpfe zugunsten des Sandkastens einrichten und diese mit Spendenmitteln befüllen. Studierendenteams des Sandkastens bewerben sich anschließend mit ihren Plänen zur Gestaltung des Campus um die Mittel der Töpfe, die sie im Falle der Zustimmung von Spender, Sandkasten und Hochschulbund erhalten.

Auch der Hochschulbund selber hat bereits den Fördertopf „BHB Förderung“ mit 1.000 € angelegt. Sollten auch Sie Studierende bei ihrem kreativen Engagement unterstützen wollen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme:

Pascal Abel
Projektkoordinator Sandkasten
p.abel@tu-braunschweig.de
Tel.: 0531/391-3126

Christian Köcher
Geschäftsstellenleiter Hochschulbund
c.koecher@bhb-mail.de
Tel.: 0531/391-4570

21

Jun 18

Die Victoria-Seerose hat eine neue Heimat

Nach drei Jahren Warten ist es soweit: Das neue Gewächshaus für die Seerose Victoria cruziana im Botanischen Garten ist fertiggestellt und für die Allgemeinheit geöffnet. Jeder Interessierte kann nun wieder die Seerose besuchen, die mit ihren über zwei Meter großen Blättern weltweit zu den größten Wasserpflanzen und im Botanischen Garten zu den größten Attraktionen zählt.

 

Einweihung Gewächshaus

Eröffnung des neuen Gewächshauses am 8. Juni 2018 (Foto: Marisol Glassermann/TU Braunschweig)

 

Im Jahr 2015 musste das vorherige, 58 Jahre alte Victoria-Gewächshaus aus baulichen Gründen für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Da die TU Braunschweig die Baukosten für einen Neubau nicht selber tragen konnte, startete sie eine Spendenaktion, bei der sie rund 530.000 € einwarb. Einen zentralen Teil steuerte dabei der Hochschulbund bei. Für die Unterstützung dabei danken wir herzlich

 

 

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