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Aktuelles vom Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig

19

Sep

„Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier bin“

Herr Dr. Walter Zimdahl unterstützt seit 7 Jahren über den Hochschulbund die studentische Vereinigung „ Team CDLC“ an der TU Braunschweig. Die Studenten Stefan Helm und Jonas Löhdefink kümmern sich als Mitglieder des Teams um den Kontakt zu Sponsoren und Förderern wie Herrn Dr. Zimdahl. Die drei berichten über ihr besonderes Miteinander.

 

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Jonas Löhdefink. Dr. Walter Zimdahl und Stefan Helm  mit Carolinchen VIII

 

Herr Helm, bitte erklären Sie zunächst: Wer ist das Team CDLC?
Helm: Das Team CDLC baut autonome Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10. Unser Ziel ist es, damit bei dem Carolo-Cup anzutreten, der jährlich im Februar stattfindet und von der TU Braunschweig ausgerichtet wird. Das Regelwerk des Carolo-Cups besagt, dass nur Studierende an den Fahrzeugen aktiv mitarbeiten dürfen. Das bedeutet eine große Chance für die Studierenden, weil sie sich mit solchen Themen schon in frühen Semestern auseinandersetzen können und hier schnell zu einem Aufbau kommen, der funktionsfähig ist und an dem sie ausprobieren können. Bei einem größeren Auto im Stadtverkehr sind gerade hinsichtlich der Sicherheit weitere Aspekte zu beachten. Bis man da soweit ist, dass das Auto überhaupt fahren darf, dauert es natürlich wesentlich länger.

Hinter dem Kürzel „CDLC“ steckt der lustige Teamname „crazy dancing little caroline“. Wie kam es dazu?
Helm: Der Boden, auf dem das Fahrzeug fährt, besteht aus Tanzboden. Und da das Auto gerade während der Entwicklung oft nicht das tut, was es soll, sondern auch mal verrückt hin und her fährt, kam dieser Name zustande.

Herr Dr. Zimdahl, seit der zweiten Austragung des Carolo-Cups 2009 unterstützen Sie das Team zusammen mit Ihrer Frau. Woher kommt Ihr Engagement?
Dr. Zimdahl: Meine Frau hat ihr Lehramts-Studium komplett hier in Braunschweig absolviert. Ich habe die ersten fünf Semester meines Elektrotechnik-Studiums in Braunschweig verbracht. Deshalb haben wir beide eine sehr starke emotionale Affinität zur Hochschule in Braunschweig. Hinzu kommt meine Verbundenheit speziell zu den Regelungstechnikern: In Darmstadt habe ich an dem Institut für Regelungstechnik von Prof. Dr. Winfried Oppelt promoviert. Für meine Dissertation erstellte ich dort ein 1:10-Modell eines Kfz mit automatischer Lenkung. Als Abteilungsleiter für Fahrzeugtechnik in der Forschung von Volkswagen hielt sich mein Interesse für das autonome Fahren. Und dann, nach meinem Abschied aus dem Berufsleben wollte ich noch etwas schaffen und suchte etwas, wo ich mich engagieren konnte. Dabei stieß ich auf das Team CDLC.

Wie kam der Kontakt mit dem Team zustande?
Dr. Zimdahl: Auf den zweiten Carolo-Cup bin ich durch die Zeitung aufmerksam geworden. Er wurde in der Aula im Haus der Wissenschaft veranstaltet. Meine Frau und ich haben oben auf dem Rang gesessen, um zuzugucken. Nach dem Abschluss der Veranstaltung bin ich runtergegangen und habe zu dem Team gesagt: „Ich gehöre zu Euch, weil ich ein Dinosaurier dieser Zunft bin“. Ich habe mich als Teil dieses Teams gesehen und bin auch immer so aufgenommen worden – von den jetzigen und den vorherigen Teammitgliedern auch. Ich bin ein Freund dieses Teams geworden und unterstütze es gerade wegen seiner positiven Wirkungen auf den Nachwuchs sehr gerne.

Wie fördern Sie das Team?
Dr. Zimdahl: Zum einen überweisen meine Frau und ich in jedem Jahr an den Hochschulbund einen bestimmten Betrag, den die Studierenden für das Projekt abfordern können. Und dann laden wir das ganze Team einmal im Jahr zu einem kostenlosen Abendessen ein – vorzugsweise ins Block-House, das unser gemeinsames Stammlokal geworden ist. Dort tauschen wir uns aus und freuen uns über den persönlichen Kontakt.

Sie pflegen Ihre Gemeinschaft seit 7 Jahren. Wie schaffen Sie es, dass sich keiner von Ihnen dabei ausgenutzt, eingeengt oder überfordert fühlt?
Dr. Zimdahl: Ich würde sagen: Wir gehen sehr natürlich miteinander um. Es war zum Beispiel von Anfang kein Problem für mich, die Studenten mit „Du“ anzureden. Ich bin keiner, der oben drüber schwebt, sondern einer der dazugehört. So fühle ich mich. Und dann denke ich, dass das Verhältnis zwischen dem Team und mir ein sehr altruistisches ist. Das heißt, keiner erwartet etwas von dem Anderen. Und wenn etwas gegeben wird, muss es mit offener Hand genommen werden.

Helm: Das stimmt. Herr Dr. Zimdahl unterstützt uns, ohne uns einzuengen: Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren. Jedes Teammitglied hat einen eigenen Bereich im Projekt und möchte sich dort mit seinen Ideen einbringen. Es wäre schwierig, wenn ihm da zu viel hineingeredet werden würde.

Falls Jemand den Wunsch hegen sollte, ebenfalls eine studentische Vereinigung zu unterstützen: Wie könnte sie oder er das anfangen?
Helm: Es gibt an der TU eine Vielzahl studentischer Vereinigungen, die in einer offiziellen Liste erfasst sind. Eine interessierte Person könnte dort nach einer Vereinigung suchen, die ihren Interessen entspricht. Um die Inititative näher kennen zu lernen, könnte sie anschließend Kontakt zu ihren Vertretern aufnehmen und eventuell eines der Teamtreffen besuchen. Wollte sie die Vereinigung tatsächlich unterstützen, so sollte sie mit den Vertretern klären, in welchem Rahmen die Unterstützung geschehen kann und welche Erwartungen damit von beiden Seiten verknüpft sind.

19

Aug

Geführter Besuch des TU-Beitrags zum Lichtparcours 2016

Vom 11. Juni bis zum 22. September 2016 erleuchten im Rahmen des Lichtparcours 2016 15 Lichtskulpturen die Braunschweiger Nacht. Auch die TU ist mit einer Installation  vertreten: Für das Institut für Architekturbezogene Kunst entwarfen die Studierenden  Thies Wacker und Christian Schad den Beitrag „Satelliten“, die mit der Förderung des Hochschulbundes, Herrn Helmut Streiff und der Firma Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH umgesetzt wurde.

 

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Foto: Ikedichi

 

Als Mitglied des Hochschulbundes laden wir Sie herzlich zu einem Besuch der Lichtinstallation ein. Am 06. September um 21:30 Uhr werden zwei Mitarbeiter des Projektes Ihnen das Licht-Kunstwerk zeigen und eine Fahrt auf den schwimmenden Würfeln ermöglichen.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Wir vergeben sie nach der Eingangsreihenfolge der Anmeldungen. Den Treffpunkt teilen wir Ihnen anschließend mit. Bitte melden Sie sich unter Angabe ihres vollständigen Namens an unter kontakt@bhb-mail.de

12

Aug

BHB fördert Ausstellungsbeitrag „Marschordnungen“

Die Bilder von Aufmärschen im ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sind wohl Jedem bekannt. Leni Riefenstahl erschuf diese Bilder der Massenrituale in ihren Filmen, den Rahmen dafür hatte ihr Albert Speer mit seinem architektonischen Entwurf des Geländes gestellt. Das NS-Regime erzeugte mit Hilfe des Geländes und seinen Bauwerken gezielt Gemeinschaftserlebnisse und –gefühle bei den Menschenmassen vor Ort, um sie für seine politischen und ideologischen Ziele zu nutzen. Zentrale Aspekte der Ereignisse und Emotionen machte Riefenstahl in ihren Filmen erfahrbar und damit anwendbar auf die ganze Bevölkerung.

 

DSC02870_klein_optFoto: Britta Scherer/Stiftung Topographie des Terrors

 

Das Institut of Media and Design des Departments Architektur der TU Braunschweig untersuchte die Frage, auf welche Weise die Architektur und die Filmkunst zu dieser Emotionalisierung beitrugen. Ihre Ergebnisse präsentiert das Institut mit Unterstützung des Braunschweigischen Hochschulbundes vom 12. April bis zum 28. August 2016 als Beitrag in der renommierten Dauerausstellung der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin. So zeigen die Wissenschaftler dort, wie die Architektur sich an dem Bild formierter und marschierender Massen orientierte, zugleich aber selber die Bewegungen der Menschenmengen durch die Bauten und Plätze organisierte. Ab September 2016 wird der „Marschordnungen“ genannte Ausstellungsbeitrag auf Reisen gehen und so auch an der TU Braunschweig zu sehen sein. Ein gleichnamiger Katalog zu dem Beitrag wird angeboten.

13

Jul

Satelliten erleuchten Braunschweig

So mancher Braunschweiger hält zurzeit des Nachts an einer Straße – beeindruckt angesichts des vor ihm stehenden Gebildes: Der Lichtparcours 2016 ist im vollen Gange. Vom 11. Juni bis zum 22. September 2016 erleuchten 15 Lichtskulpturen die Braunschweiger Nacht. Auch die TU Braunschweig ist mit einer Installation  vertreten: Für das Institut für Architekturbezogene Kunst entwarfen die Studierenden  Thies Wacker und Christian Schad den Beitrag „Satelliten“. Ihre Aufgabe war es, für intelligente Außerirdische, die auf der Erde landen, einen Ort zu schaffen, der sie angemessen auf der Erde empfängt.

 

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Foto: Ikedichi

 

Ein Team des Instituts um Tomás Saraceno, Bernd Schulz, Göran Gallandt und viele Studierende der TU Braunschweig schuf aus dem Entwurf mit viel Enthusiasmus und ehrenamtlichem Engagement ein großartiges Kunstwerk. Drei begehbare und von innen erhellte Würfel aus Seide bieten den Eintretenden ganz besondere Sinneseindrücke aus Licht, Himmel und Wasser. Zwei der Würfel schwimmen auf der Oker und ankern an dem größten Würfel, dem „Contact“-Punkt, in dem regelmäßig Konzerte, Lesungen und Vorträge stattfinden.

Auf der Mitgliederversammlung des Hochschulbundes im November 2015 hatten die Anwesenden beschlossen, das Projekt mit Mitteln des BHB zu fördern. Im Namen des Hochschulbundes und aller Beteiligten bedanken wir uns außerdem bei dem Förderer Helmut Streiff und der Firma Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH, die durch ihre große Unterstützung die Realisierung des Vorhabens erst möglich gemacht haben.

23

Jun

Blumen essen im Botanischen Garten

Die Wettervorhersage hatte dunkle Wolken und Schauer angedroht. Aber anders als bei der überfluteten Jubiläumsfeier des Botanischen Gartens 2015 fiel die exklusive Führung durch den Garten für BHB-Mitglieder am 9. Juni 2016 nicht ins Wasser. Vielmehr erfreuten sich die Teilnehmer an der Pflanzenpracht bei bestem  Sonnenschein und blauem Himmel. Zunächst führte Herr Kraft, der Leiter des Botanischen Gartens, die Gäste durch den Barock-Bauerngarten, den Wasserfall mit Bachlauf und weitere spannende Außenbereiche des Gartens. Dabei zeigte er ihnen auf unterhaltsame Weise exotische Blätter und Blüten, von denen er sogar einige zum Abbeißen herumgehen ließ. Anschließend übernahm die Führung Frau Hinrichs vom Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften.

 

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Als Mitarbeiterin der Grünen Schule erläuterte sie anhand von Pflanzen in den Schaugewächshäusern das fachdidaktische Angebot der Grüne Schule für Schulklassen. Im Flößerhaus der Grünen Schule endete die Führung bei einem Imbiss und angenehmen Gesprächen. Dabei bedankten sich Herr Kraft und Frau Hinrichs noch einmal ausdrücklich bei allen Mitgliedern des BHB für die intensive und langjährige Förderung des Botanischen Gartens durch den BHB, ohne die viele Angebote zum Erleben, Kennenlernen und Erforschen der Natur nicht möglich wären.